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Dritter Nachholspieltag 2010_2011
Erst die Arbeit, dann (hoffentlich) das Vergnügen

Mehr Kontinuität geht nicht: Stefan Weiß steht als Hauptverantwortlicher beim Hövelhofer SV bereits seit acht Jahren an der Seitenlinie, vier Jahre länger ist er bereits für den HSV aktiv. In dieser Zeit hat er einiges mitgemacht. Höhepunkt war sicherlich die Oberliga-Saison 2001 2002, als man mit dem SuS Stadtlohn in der vierthöchsten deutschen Spielklasse die Klingen kreuzte. Danach folgten einige schwierigere Jahre. Im Sommer 2009 gelang dann nach vier Jahren Landesliga die Rückkehr in die Westfalenliga, in der man sich auf Anhieb hielt. Trotz 71 Gegentreffern reichte es am Ende für den Klassenerhalt. In dieser Spielzeit konnte das Team durchaus für Überraschungen sorgen - positiv wie negativ. Die Abwehrarbeit wurde verbessert, dafür hapert es noch ein wenig im Angriff. Insbesondere im fremden Stadion wünschte es sich Weiß, dass der HSV mutiger aufträte. Mit Umut Sakir (Delbrücker SC) verlor Hövelhof vor der Saison ein belebendes Element in der Offensive. Diese Lücke soll Jan Welker, der den umgekehrten Weg beschritt, schließen. Welker, Torhüter Marco Kirchhoff, den es ebenfalls vom Delbrücker SC in die Nachbarschaft zog, sowie Matthias Kleinegrauthoff sind sicherlich die erfahreneren Stützen im Team. Um dieses Gerüst tummelt sich eine „junge Garde" aus Nachwuchsspielern überwiegend aus der Region. Mit Jürgen Dieks und Thorsten Becker kehrten zwei weitere Routiniers dem HSV im Winter aus beruflichen Gründen den Rücken. Auf dieser Basis lautet das Ziel auch, die Klasse zu erhalten. Damit wäre ein weiterer Schritt getätigt, sich auf diesem Niveau zu etablieren. Infrastrukturell hat man diesen mit dem Bau eines modernen Kunstrasenplatzes bereits vollzogen. Traditionell liegen die Stärken in Hövelhof nicht zuletzt bei Standardsituationen. Im Vorjahr siegte der SuS im Auswärtspiel souverän, um dann im Rückspiel eine enttäuschende Heimpleite einzustecken.

Der SuS bedankt sich auf diesem Wege noch einmal herzlich beim HSV, dass man ihm im Zuge der angefragten Spielverlegung, um dem Kinderkarneval am Sonntag aus dem Weg zu gehen, unbürokratisch entgegengekommen ist.

(h.v.l.) Daniel Brökelmann, Jürgen Dieks, Philipp Meier, Andreas Sabelfeld, Jan Welker, Johann Sartison, Christoph Escherhaus, Matthias Kleinegrauthoff, Nico Melana, Andreas Friesen, Richard Urban.
(M.v.l.) Heinz Thieschnieder, Michael Michels, Kurt Schmelzer, Christian Reischke, Dominic Schärling, Thorsten Becker, Mike Kesselmeier, Jallow Ebrima Amadou, Stefan Weiß, Hendrik Schäfers, Jens Beyer, Jon Michael Stirland.
(u.v.l.) Michael Smyrek, Sven Zimmermann, Torben Brandy, Sebastian Potempa, Patrick Klein, Marko Kirchhoff, Marcel Thieschnieder, Manuel Mückenhaupt, Marcel Wenkemann, Daniel Schulz.

Der Hövelhofer SV in der Spielzeit 2010 2011
Neuzugänge: Jan Welker, Marco Kirchhoff (beide Delbrücker SC), Richard Urban (A-Jugend SC Verl), Dominic Scherling (A-Jugend FC Gütersloh), Nico Malena (SpVg Brakel), Andreas Friesen (FCE Augustdorf), Michael Smyrek (SJC Hövelriege).
Abgänge: Umut Sakir (Delbrücker SC), André Bürger (Karriereende), Christian Fuhr (TuS Egge Schwaney), Christian Mertens (BV Bad Lippspringe) - im Winter: Jürgen Dieks (SV Sudhagen), Thorsten Becker (tritt beruflich bedingt kürzer).
Trainer: Stefan Weiß.

Nachholspiel des 17. Spieltags

Westfalenliga
SuS Stadtlohn : Hövelhofer SV
Samstag, 5. März, 16 Uhr
SR: Heimann, Kathrin - Kunkel, Fabian - Kaczmarczik, Frank
hülsta-Sportpark - Uferstraße - Am Losbergpark - 48703 Stadtlohn

Kreisliga A
SuS Stadtlohn II - spielfrei

Kreisliga B
SuS Stadtlohn III - spielfrei


Die aktuelle Sicht der Trainer

Frank Bajorath (Westfalenligamannschaft) 

"Geduld zahlt sich aus: Die Westfalenligamannschaft hat dank eines Zwischenspurts die Abstiegsränge verlassen können. Kritiker merken womöglich an, dass die fünf Siege allein gegen Konkurrenten eingefahren wurden, gegen die man gewinnen muss. Aber: Sind es nicht gerade diese Spiele, in denen der Druck deutlich höher als normal ist und in denen viele Mannschaften schon so oft entscheidend Boden im Abstiegskampf verloren haben? Eines vorab: Trotz der mittlerweile ein wenig komfortableren Lage möchte ich letztgenannten für den SuS Stadtlohn noch nicht ad acta legen.

Mit Beginn des neuen Jahres ist in den Spielen der Mannschaft ein neuer Geist zu spüren. Konnte man die zwei Erfolge gegen Emsdetten und Bielefeld zum Ende des Jahres 2010 noch in die „Katergorie Arbeitssieg" einordnen, so wurden die Spiele gegen Recklinghausen und Emsdetten im neuen Jahr mit einer Leichtigkeit gewonnen, die die Mannschaft in der Vorsaison so häufig an den Tag gelegt hatte. Das I-Tüpfelchen war dann der Auswärtserfolg in Gütersloh, in denen sich gleich drei Spieler, die im vergangenen Jahr noch zusammen in der A-Jugend gespielt hatten, mit Treffern für das in sie gesetzte Vertrauen bedankten. Dies zeigt mir als Trainer wieder einmal, dass der eingeschlagene Weg der richtige ist. Einen ähnlichen Verlauf nahm die Partie in Lippstadt. Dort versäumten wir es zunächst, der frühen Führung den zweiten Treffer folgen zu lassen. Am Ende mussten wir uns dem enormen Druck der Gastgeber beugen. Leider fehlte dem Schiedsrichter der Mut, uns mit einem berechtigten Elfmeterpfiff nach Foul an Markus Krüchting in der Schlussminute für die couragierte Leistung zu belohnen. Trotz der unglücklichen Niederlage denke ich, dass die Mannschaft weiter an Vertrauen in die eigene Stärke gewonnen hat. Deshalb haben wir die Partie nur kurz aufgearbeitet, um den Blick gleich wieder auf die kommenden Aufgaben zu richten.

Von ganz besonderer Bedeutung ist das Nachholspiel gegen den Hövelhofer SV. Wir wollen nicht nur den nächsten Heimsieg, sondern über diesen den Abstand zu einem der Tabellennachbarn ausbauen. Dies ist auch notwenig, schaut man auf die kommenden Herausforderungen mit den Spielen gegen die Spitzenteams aus Rheine, Dornberg oder auch Paderborn. Wie schon vor den Spielen in Gütersloh und Lippstadt gilt es, die Ausgangsposition herzustellen, um dann die oft zitierten „Bonuspunkte" anzupeilen. Hövelhof wird mit einer ähnlichen Zielsetzung in die Partie gehen, so dass sich die Fußballfreunde auf einen hoch interessanten Vergleich freuen können, bei dem wir uns zudem für die im Vorjahr erlittene Heimpleite rehabilitieren wollen.

In einer Hochburg wie Stadtlohn spielt der Karneval bekanntlich eine große Rolle. Dass ist mir in der langen Zeit beim SuS nicht verborgen geblieben. Ich weiß daher auch, wie sehr ein Sieg der ersten Mannschaft des SuS am Samstag die Stimmung beleben kann. Entsprechend hoffe ich auch, dass die Anhängerschar der Mannschaft wie gewohnt zahlreich den Rücken stärken wird. Ab Samstagabend können wir dann - bestenfalls mit einem Sieg als Basis - gemeinsam ein paar „tolle Tage" feiern. Doch zunächst muss noch mit Hochdruck gearbeitet werden..."

Tim Probst (Reserve)

"Die Reserve ist nach der Winterpause in den Startlöchern steckengeblieben. Einzig bei den SF Graes konnte ein Dreier eingefahren werden - auch wenn dieser ebenso von der „dreckigen Art" war. Gerade in den Heimspielen fehlt es der Mannschaft noch an Überzeugung. Dumme Gegentreffer stehen dem Problem gegenüber, zu selten in den torgefährlichen Raum zu gelangen. Dass wir dennoch Mitglied der Spitzengruppe sind, zeigt einmal mehr, dass sich in dieser Spielzeit scheinbar keine Mannschaft in den Vordergrund spielen will oder besser kann. Entsprechend sollten wir dankbar sein, dass wir trotz eigener Schwächephase noch sämtliche Optionen in Händen halten. Damit dieser weiterhin so ist, müssen wir schleunigst den Hebel umlegen. Sich allein auf Ausrutscher der Konkurrenz zu verlassen, wird am Ende nicht reichen und kann auch nicht unser Anspruch sein. Inwieweit dies gelingen wird, wird das kommende Auswärtsspiel beim Spitzenreiter FC Oeding zeigen. Dort geht es nicht allein gegen einen Tabellennachbarn, sondern gegen einen Gastgeber, der sich für die 3:7-Hinspielniederlage mit allen Mitteln revanchieren will. Was im Fußball möglich ist, hat der FC als heutiger Spitzenreiter nach dieser Pleite mehr als deutlich unter Beweis gestellt - wenn man hart an sich arbeitet und nicht den Glauben an sich verliert."

Mark van Almsick (Dritte)

"Auf dem besten Wege in ein ruhiges letztes Saisondrittel befindet sich die dritte Mannschaft. Auch im März ist die Mannschaft weiter im Spieljahr 2011 ungeschlagen. In der „Heeker Woche" wurde zunächst der SC Ahle mit 1:0 geschlagen, dann dem SV Heek ein torloses Remis abgetrotzt. Auch wenn es das erste Spiel im neuen Jahr war, das nicht gewonnen wurde, so hat mich als Trainer dieser Auftritt gefreut. Anders als noch so oft in der Vorsaison ist das Team nicht ins offene Messer gelaufen, wenn der eigene Torerfolg einmal ausbleibt. Für mich ein Zeichen, dass die Mannschaft kontinuierlich lernt und an Qualität gewinnt. Diesen Weg wollen wir weiter beschreiten. Es stehen spannende Tage ins Haus. Zunächst werden wir uns mit dem FC Oeding II eines Gastgebers erwehren müssen, der sich mit Haut und Haaren gegen den drohenden Abstieg wehrt. Vier Tage später geht es im Nachholspiel dann gegen den designierten Meister und Aufsteiger Eintracht Ahaus. Ein echter Spagat, den die Mannschaft vornehmen darf und annehmen muss."


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