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Der Nachholspieltag in Spexard
Marathon mit dünnem Kader

Vor einem Marathon-Wochenende stehen die Fußballer des SuS Stadtlohn. Ganze 42 Stunden nach dem heutigen Nachholspiel beim SV Spexard muss die Mannschaft bereits zum VfB Fichte Bielefeld reisen. Angesichts der jeweils über zweistündigen Busfahrt sind es weniger die zu bewältigenden Aufgaben, die Trainer Frank Bajorath die Schweißperlen auf die Stirn treiben, denn die dünne Spielerdecke.

„Ich werde erst um 15.30 Uhr zur Abfahrt wissen, wer endgültig in den Bus einsteigt. Neben den Verletzten Niklas Hilgemann und Dominik Uphues werden mir in jedem Fall Marcel Terhaar, Jordy Koster und Faik Tan, die beruflich unabkömmlich sind, fehlen", zeichnet Bajorath die schwierige Personallage nach. Er hofft, dass vom Trio Daniel Ebbing, Dominik Steiner und Hendrik Vennemann der ein oder andere doch noch frei bekommt. „Ansonsten werde ich improvisieren müssen. Die erste Elf stünde so. Wer auf der Bank Platz nimmt, da müsste ich mich mit Reservetrainer Tim Probst und A-Jugendcoach Peter Löschner abstimmen", beschreibt Bajorath den „worst case".

Dennoch: Nach den starken Auftritten zuletzt werde der SuS selbstbewusst, motiviert und erfolgshungrig antreten. „Bei dem enormen Pensum, dass von uns als reine Amateurfußballer aktuell verlangt wird, habe ich das Trainingsprogramm bewusst dosiert. Ich muss abwarten, ob wir nach der langen Anreise in der Lage sein werden, einen ähnlich hohen Aufwand wie zuletzt zu betreiben", so Bajorath.

Ausgeruhter Gegner

Spexard ist für den Übungsleiter noch die große Unbekannte. Beide Kontrahenten haben bislang noch nie die Klingen gekreuzt. „Gerade in der Defensive verfügt der Aufsteiger über einige kantige Spieler, die das Interesse der Konkurrenz in der Region auf sich gezogen haben", sieht Bajorath unter anderem in Lars Beuckmann (künftig FC Gütersloh) einen wichtigen Eckpfeiler bei den Hausherren. Erfahrung aus höheren Ligen bringt Daniel Koberstein (SC Verl) mit, Stürmer Matthäus Wieckowicz wird sich in der nächsten Saison ebenso dem FC Gütersloh anschließen. Zuletzt zeigte sich der SV, der bei neun Punkten Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz für eine weitere Saison in der Westfalenliga planen kann, wankelmütig. Einem 0:6 gegen Lippstadt folgte ein 5:1 gegen Hövelhof - zu Ostern hatten die Gütersloher spielfrei.

Ziel: vier Punkte

„Wir dürfen in jedem Fall einen ausgeruhten Gastgeber erwarten, der uns einiges abverlangen und seinem Heimpublikum etwas bieten wollen wird. Sollten wir bis Samstagabend vier Punkte eingefahren haben, wäre ich sehr zufrieden. Sechs Punkte wären bei dem Programm sensationell", macht Bajorath seine persönliche Erfolgsrechnung auf.


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