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Der 9. Spieltag 2010_2011
In ganz kleinen Schritten denken...

Ohne eine konkrete Vorgabe für einen Tabellenplatz ist die U23 des SC Paderborn in die Westfalenliga-Saison 2010/2011 gegangen. Chef-Trainer Christoph Müller hat mit seinen Co-Trainern Ralf Kowalleck und Sergej Tica die Aufgabe, zwölf Neuzugänge vornehmlich aus der eigenen Jugend zu integrieren, die individuelle Entwicklung der Spieler zu fördern und diese an den Zweitligakader heranzuführen. Elf der zwölf neuen Spieler im Kader der U23 stammen aus der eigenen U19, die ganz knapp den Aufstieg in die A-Junioren-Bundesliga verpasst hat. Diese Quote spricht für die gute Nachwuchsarbeit, könnte aber auch Leistungsschwankungen im jungen Team nach sich ziehen. Gerade daran ist das junge Team in den Vorjahren immer wieder „gescheitert", wenn es darum ging, ganz oben „anzuklopfen". Einziger externer Neuzugang ist Jan Röleke, der vom Landesligisten SC Neheim nach Paderborn gekommen ist. Die Empfehlung einzelner Spieler für höhere Aufgaben steht im Blickpunkt des Nachwuchsteams. Gute Beispiele für positive Entwicklungswege stellen Thomas Rath, Stefan Parensen und Sergej Schmik dar, die sich aktuell im Training bei den Profis befinden. Ein Christian Strohdiek oder ein Sven Krause haben diesen Schritt mittlerweile komplett vollzogen. Das genannte Trio kommt jedoch (noch) vorwiegend in der Westfalenliga zum Einsatz - ebenso wie Jung-Profi Adrian Jevric, der sehr gut mit dem Nachwuchsstürmer und Top-Torjäger Yasin Kocatepe harmoniert. In den bisherigen Spielen sind zudem immer wieder Spieler aus der so genannten „zweiten Reihe" oder Rekonvaleszenten des Profikaders zum Zuge gekommen, die die Qualität der Elf weiter anheben. Dies umso mehr, nachdem der SCP nach bescheidenem Saisonstart gleich noch einmal fünf Akteure für den Profikader, der nun 31 Spieler umfasst, nachtransferierte. Von diesem Quintett agieren mit Berkan Afsarli (VfB Stuttgart II) und Selcuk Alibaz (Eskisehirspor/Türkei) zwei Nachwuchshoffnungen konsequent in der U23. Ohne Zweifel: Fußballerisch gehört die Bundesliga-Reserve seit Jahren zum Besten, was die Westfalenliga zu bieten hat. Dies zeigt sich auch im Verlaufe der aktuellen Spielzeit, in der es bisher alleine eine Niederlage in Hövelhof setzte. Schafft es die Mannschaft, die nötige Konstanz hineinzubekommen, gehört Paderborn unweigerlich zu den Topfavoriten auf den Aufstieg - auch wenn dieses Ziel öffentlich nicht formuliert wird.

(h.v.l.): Trainer Christoph Müller, Tim-Philipp Brandner, Tobias Runowski, Marvin Anderbrügge, Hendrik Starostzik, Yasin Kocatepe, Ole Siegel, Michael Mantasl, Co-Trainer Sergej Tica, Co-Trainer Ralf Kowalleck.
(v.v.l.): Lukas Lanz, Gianluca Maresca, Philipp Klaus, Sascha Fuchs, Manuel Ewers, Robert Wezorke, Daniel Neumann, Jan Kupitz, Jan Röleke; es fehlen: Betreuer Willi Koch, Physiotherapeutin Angela Romek sowie Thomas Rath, Sergej Schmik, Stefan Parensen.

Der SC Paderborn 07 II in der Saison 2010/2011
Neuzugänge: Jan Röleke (SC Neheim), Gianluca Maresca, Philipp Klaus, Sascha Fuchs, Michael Mantasl, Robert Wezorke, Lukas Lanz, Yasin Kocatepe, Marvin Anderbrügge, Hendrik Starostzik, Tobias Runowski, Tim-Philipp Brandner (alle eigene U19).
Abgänge: Alexander Henke (Studium in Darmstadt), Sebastian Wagener (Eintracht Stadtallendorf), Berkan Karaduman (Ziel unbekannt), René Huneck (TSV/FC Korbach).
Trainer: Christoph Müller - Ralf Kowalleck, Sergej Tica.

Der 9. Spieltag

Westfalenliga
SuS Stadtlohn : SC Paderborn 07 II
Sonntag, 10. Oktober, 15 Uhr
SR: Echelmeyer, Maik
hülsta-Sportpark // Uferstraße / Am Losbergpark // 48703 Stadtlohn

Kreisliga A
RW Nienborg : SuS Stadtlohn II
Sonntag, 10. Oktober, 15 Uhr
SR: Elskemper, Andreas
Eichenstadion (Pl. 1) // Ochtruper Straße // 48619 Heek

Kreisliga B
Sonntag, 10. Oktober, 13 Uhr
FC Ottenstein II : SuS Stadtlohn III
SR: Atoglu, Nigazi
Sportplatz Ottenstein (Rasen1) // Am Sportplatz // 48683 Ahaus

Die aktuelle Sicht der Trainer:

Frank Bajorath (SuS Stadtlohn I) 

"Die Westfalenligamannschaft des SuS Stadtlohn steht am Scheideweg. In den kommenden Wochen wird sich zeigen, wohin der Weg mittelfristig führen wird - zurück ins gesicherte Mittelfeld oder vorerst tief ins untere Drittel der Tabelle.

Die jüngsten Auftritte stimmen leider wenig zuversichtlich und deuten eher in die zweite Richtung. Auch unter Berücksichtigung des enormen Verletzungspechs - die Art und Weise, wie wir uns bei den drei Niederlagen in Rheine, gegen Dornberg und in Delbrück präsentiert haben, lässt Zweifel an einer kurzfristigen Besserung in der jetzigen Verfassung aufkommen. Gerade die Präsentation in den ersten 45 Minuten in Delbrück war unwürdig. Dabei hatte ich die Mannschaft eingehend vor der Zweikampfstärke und Robustheit dieses Gegners gewarnt. Diese Worte schienen die Spieler allerdings gänzlich nicht verinnerlicht zu haben. Mit dieser Spielauffassung werden wir uns nicht aus dem Keller befreien können. Wir stehen derzeit einmal nicht auf der Sonnenseite, im Moment läuft vieles gegen uns: Schiedsrichter treffen unglückliche Entscheidungen, der Gegner trifft mit „Sonntagsschüssen" zu denkbar ungünstigen Zeiten. Insgesamt wirkt womöglich auch ein wenig die vergangene Saison nach, in der vieles sehr einfach von der Hand ging. Es folgt nun das „typisch" schwere zweite Jahr für eine junge Mannschaft. Den Gedanken, dass sich wie in der Vorsaison der Erfolg durch einen Lauf quasi von alleine einstellen wird, müssen wir schnellstmöglich aus den Köpfen verdrängen. Ich erinnere daran, dass wir in dieser Saison noch nicht eine Partie fußballerisch dominiert haben. Die Erfolge gegen Gütersloh und Lippstadt haben wir uns - wohlgemerkt auch neben einer verdienten Portion Glück - überwiegend erarbeitet - und nur so kommen die spielerischen Elemente automatisch zurück.

Wir müssen jetzt in ganz kleinen Schritten denken und uns an den Grundtugenden des Fußballspiels orientieren. Gerade gegen die „Wundertüten", die Reservemannschaften des SC Paderborn 07 - ausgerechnet am spielfreien Länderspielwochenende - und von Preußen Münster, werden wir nur durch bedingungslose Lauf- und Einsatzbereitschaft bestehen können. Fußballerisch stellt die Bundesliga-Reserve aus Ostwestfalen sicherlich das Beste dar, was die Liga zu bieten hat - insbesondere nachdem der Profikader kurzfristig noch um fünf Spieler „ergänzt" wurde. Auch wenn die Perspektive nicht rosig ist und das Selbstvertrauen entsprechend gering, sind wir nahezu dazu verdammt, zu punkten. Und ich bin davon überzeugt, dass der Knoten kurzfristig platzen wird. In den folgenden Wochen stehen nämlich die Duelle mit den Konkurrenten aus der „Nachbarschaft" an, in denen wir die Basis für eine ruhigere Rückserie legen müssen. Wir haben es selbst in der Hand, aus dem „heißen Herbst" einen „goldenen Oktober" zu machen, der bis in den November nachwirkt.

In der aktuellen Situation müssen wir alle noch enger zusammenrücken. Wenn Sie, liebe Anhänger, der Mannschaft weiter das Vertrauen aussprechen, werden wir diese Lage gemeinsam meistern. Dass die Mannschaft die notwendige Qualität besitzt, hat sie in der vergangenen Saison nicht nur einmal bewiesen. Wir alle wissen aber: Selbstbewusstsein kommt allein mit Erfolgen. Und dazu benötigen wir neben Geduld das komplette „Spielermaterial", dass nach und nach über die notwendige Fitness zu alter Leistungsstärke zurückkehren wird."

Tim Probst (SuS Stadtlohn II)

"Das herausragende 7:3 gegen den FC Oeding scheint meiner Mannschaft - im Gegensatz zum Gegner - nicht gut getan zu haben. Während bei der SuS-Reserve im Anschluss Anspruch und Wirklichkeit augenscheinlich auseinaderklafften, hat Oeding mit zwei deutlichen Siegen seine Lehren aus diesem Debakel scheinbar gezogen. So kompliziert ist die Welt des Fußballs manchmal - obwohl das Spiel mit dem runden Leder im Grunde ganz einfach ist. Und genau das müssen wir wieder begreifen. Grundvoraussetzung ist dabei eine entsprechende Einstellung, die wir sowohl in Ellewick als auch gegen die Vredener Reserve über weite Strecken vermissen lassen haben. In beiden Spielen war deutlich mehr drin, als der eine Punkt - nur haben wir diese Chance fahrlässig liegengelassen. Anstatt uns in die Spitzengruppe hineinzuschieben, stecken wir aktuell „zwischen Bier und Schaum" fest. Das wollten wir unbedingt vermeiden. Jetzt ist es an uns selbst, die Richtung für den Rest der Hinrunde vorzugeben. Gerade ein kampfstarkes Nienborg und ganz bestimmt Spitzenreiter Lünten stellen Gegner dar, gegen die wir mit 90 Prozent Engagement nichts ernten werden. Hoffnung macht mir die aktuelle Trainingsarbeit, die sich leider nicht in den Spielen am Sonntag widerspiegelt. Diese Spannung herüberzutransportieren, da müssen wir wieder hinkommen."

Mark van Almsick (SuS Stadtlohn III)

"Aktuell darf ich mich als Trainer der dritten Mannschaft wahrlich nicht beklagen. Nach holprigem Start hat sich das Team gefangen und mittlerweile auf einen tollen vierten Tabellenplatz vorgespielt. Die jüngsten Spiele haben dabei bestätigt, was ich von Beginn „gepredigt" habe: Über solide Arbeit und Teamgeist kommt der Erfolg zwangsläufig - natürlich nur, wenn die nötige Grundqualität vorhanden ist. Manchmal geht dann vieles auch von allein. Insbesondere gegen Vreden waren wir sicherlich nicht die bessere Mannschaft. Aber: Wenn es einmal läuft, hat man auch das Glück in gewissen Situationen auf seiner Seite. Dies unterscheidet uns derzeit womöglich von der ersten Mannschaft, bei der die entscheidenden Situationen aktuell eher gegen die Mannschaft laufen. Ausruhen dürfen und werden wir uns auf diesen Lorbeeren nicht. Schließlich haben wir uns nicht umsonst hohe Ziele vor der Saison gesetzt - wie es momentan aussieht, nicht zu unrecht. Jetzt ist es unsere Aufgabe, diese Ausgangslage Woche für Woche zu festigen. Jeder Gegner hat uns nun höher auf der Rechnung und wird uns entsprechend nicht unterschätzen. Dafür können wir uns auch auf die Schulter klopfen - aber nur kurz, denn nur über konsequente Arbeit werden wir dieses Fremdbild weiter aufrecht erhalten können."

Die Seniorenmannschaften und der Fußballvorstand des SuS Stadtlohn wünschen allen Fußballanhängern ein abwechslungsreiches und hoffentlich erfolgreiches Wochenende!


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