Mit dominantem Fußball in die Oberliga: Bei unserem heutigen Gegner SV Lippstadt 08 hat man vor der Saison kein Blatt vor den Mund genommen. Nach der beschlossenen Strukturreform der Amateurligen geht es für den SV 08 allein um die Qualifikation zur neuen Oberliga Westfalen. Und nimmt man allein die Qualität der Neuverflichtungen, so kann es im Grunde auch kein anderes Ziel geben. Neben den weiteren Traditionsmannschaften wie Gütersloh und Hamm hat der SV 08 wie kein anderer auf dem Transfermarkt zugeschlagen. Allein die Offensivkräfte wie Marc Polder (SC Wiedenbrück 2000), Adrian Jevric (SC Paderborn 07) und Björn Traufetter (Westfalia Rhynern) haben die vorhandene Qualität neben Viktor Maier, Lars Schröder und Ferdi Günter deutlich angehoben - mit Nils Köhler und Lukas Althoff verfügt man über hoch interessante Nachwuchsspieler. Ebenfalls verstärken werden den Kader die erfahrenen Sven Dyballa (Hammer SpVg) und Serdar Erdogmus (FC Gütersloh 2000). Mit diesem Personal ist das von Trainer Daniel Farke auf Dominanz ausgelegte Spielsystem sicher umsetzbar. Die Vorbereitung hat unter anderem mit den Siegen gegen die NRW-Ligisten Rhynern und Dornberg untermauert, wie hoch das Potenzial ist. Schließlich haben kaum Stammkräfte den Kader verlassen, die Konkurrenz ist enorm. Mit zwölf Punkten aus fünf Spielen ist der SV nahezu optimal in die Saison gestartet. Allein beim 0:3 in Gievenbeck erwischte man einen rabenschwarzen Tag. Im eigenen Stadion tat sich die Mannschaft gegen Spexard und Hövelhof schwer, gewann letztendlich aber ebenso verdient wie gegen den Mitkonkurrenten aus Hamm. In der Vorsaison siegte der SuS Stadtlohn im Hinspiel mit 3:1, unterlag in der zweiten Serie am Waldschlösschen mit 1:2.
Personell wird Trainer Frank Bajorath erneut rotieren müssen: Für Matthias Uphues, der wegen anhaltender Rückenbeschwerden nicht auflaufen kann, könnte Jordy Koster zurück in die Mannschaft kehren, an die Stelle des erkrankten Kai Erning könnte Jan Temme seine Premiere im Trikot des SuS feiern. Sollte Marcel Terhaar aus beruflichen Gründen nicht rechtzeitig anreisen können, wird diese Position Nico Klein-Günnewick einnehmen, neben Markus Krüchting könnte Oliver Temelkov zweite Spitze spielen - Niklas Hilgemann rückte dann eine Position zurück.
Zugänge: Marc Polder (SC Wiedenbrück), Sven Dyballa (Hammer SV), Adrian Jevric (SC Paderborn 07), Björn Traufetter (Westfalia Rhynern), Dominique Nowak (Hammer SpVg), Serdar Erdogmus (FC Gütersloh), Lukas Althoff, Nils Köhler (beide eigene Jugend).
Abgänge: Ansgar Kuhn, Engin Yildiz (beide Delbrücker SC), Francesco Galeano (RW Mastholte), Michael Bürger (RW Horn), Wladimir Renz (eigene U23), Holger Peterhanwar (FC Gütersloh 2000), Nicolas Hartkämper (SV Spexard), Christopher Müller, Jürgen Reckordt (beide Ziel unbekannt), Diego Bortolozzo (Roland Beckum).
Tor: Damian Liesemann, Dominique Nowak.
Abwehr: Sven Dyballa, Stephan Engeln, Lasse Fischer-Riepe, Dominik Lausch, Benjamin Pahlke, Edmund Riemer, Denis Schulte.
Mittelfeld: Hendrik Eickel, Jan Henke, Nils Köhler, Arkadius Moschny, Benedikt Schiller, Serdar Erdogmus, Adrian Jevric.
Angriff: Lukas Althoff, Ferdi Günter, Victor Maier, Marc Polder, Lars Schröder, Björn Traufetter.
Sportdirektor: Daniel Farke - Assistenztrainer: Mirko Vogt - Torwarttrainer: Klaus Vorderstraße - Sportkoordinator: Dirk Brökelmann - Assistent d. sportlichen Leitung: Daniel Craes - Mannschaftsbetreuerin: Lisa Neite - Mannschaftsbetreuer: Ulrich Beckschulte - Mannschaftsarzt: Dr. Wolfgang Rädel - Physiotherapie: Frank Bertelsmeier.
4./6. Spieltag
Westfalenliga
SuS Stadtlohn : SV Lippstadt 08
Sonntag, 11. September, 15 Uhr
SR: Bejmowicz, Boris / Marx, Julian / Exuzidis, Leonidas
hülsta-Sportpark // Uferstraße / Am Losbergpark // 48703 Stadtlohn
Kreisliga A
TuS Wüllen : SuS Stadtlohn II
Sonntag, 11. September, 15 Uhr
SR: Wielens, Thomas
Sportplatz Wüllen (Rasen1) // Friedmate // 48683 Ahaus
Kreisliga B
SuS Stadtlohn III : SV Heek
Sonntag, 11. September, 13 Uhr
SR: Nabers, Günter
Losbergpark 1 // Uferstraße / Am Losbergpark // 48703 Stadtlohn
Die Meinung unserer Trainer
Frank Bajorath (Westfalenligamannschaft):
"Einige kleinere Lichtblicke und viele negative Eindrücke kennzeichnen die aktuelle Phase der Westfalenligamannschaft. Mit fünf von 15 möglichen Zählern ist das Team vorerst in den Startlöchern stecken geblieben - auch wenn man die Schwere des Auftaktprogramms in Betracht zieht.
Das Positive vorweg: Im letzten Heimspiel gegen Paderborn hat die Mannschaft nach der Pause gezeigt, wozu sie in der Lage ist, wenn sie schnörkellos agiert und sich auf das Wesentliche konzentriert. Auch hat sie bewiesen, dass sie sich die Pokalpleiten, die in dieser Form natürlich in dieser Form niemals hätten passieren dürfen, zu Herzen genommen und die geforderten Schlüsse herausgezogen hat. Entsprechend selbstverständlich war auch die Verunsicherung vor der Pause. Das Spiel erinnerte später schon an die guten Phasen während der abgelaufenen Saison. Mit dem verdienten Ausgleich hat sich das Team belohnt. Aus diesem Grunde hoffte ich, dass die Mannschaft das gute Gefühl mit nach Neuenkirchen mitnimmt.
Ein Trugschluss: Denn was beim Namensvettern abgeliefert wurde, hatte mit Westfalenliga-Fußball rein gar nichts zu tun. Von Beginn an fehlte es nahezu durch die Bank an der nötigen Körperspannung und -sprache. Haarsträubende individuelle Fehler zwangen die Gastgeber quasi zu hochkarätigen Chancen im Minutentakt. Allein unserem Torhüter Christoph Fork war es zu verdanken, dass wir nur 0:1 zurücklagen. Eher ein Zufallsprodukt war der zwischenzeitliche Ausgleich, mit dem man den Gegner dennoch beeindrucken konnte. Doch schon in der Endphase der ersten Hälfte riss der Faden erneut und die Unkonzentriertheiten häuften sich wieder. Nach der Pause hatten wir dann nichts mehr zuzusetzen, die Hausherren spulten ihr Programm herunter und gewannen in der Höhe völlig verdient mit 4:1. Wenn man überhaupt etwas Positives aus diesem Spiel mitnehmen konnte, dann die Tatsache, dass Niklas Hilgemann nach langer Verletzung mit seinen ersten beiden Treffern gut zurückgekommen ist. Er wird dem Offensivspiel gut tun. Auf der anderen Seite hat sich auch gezeigt, dass der Kader aktuell nicht die Möglichkeiten hergibt, Korsettstangen wie Markus Krüchting und Matthias Uphues zu ersetzen. Zu viele Spieler hinken ihrer Normalform hinterher.
In der abgelaufenen Trainingswoche habe ich das Pensum noch einmal angezogen. Ich habe der Mannschaft unmissverständlich mit auf den Weg gegeben, dass man in Neuenkirchen verlieren kann, dass man sich aber nicht derart emotionslos in sein Schicksal ergeben darf. Dafür müssen wir uns alle bei den mitgereisten Anhängern entschuldigen. Ich hoffe, die Spieler haben die Zeit genutzt, ihre Leistung und ihr Auftreten, Anspruch und Wirklichkeit, genau zu hinterfragen. Das Gleiche gilt natürlich auch für die Verantwortlichen. Jeder muss nun hart an sich arbeiten und kann sich nur selbst aus dem Tief herausziehen. In der Gemeinschaft muss dabei jeder dem anderen helfen. Besonders gefordert sind nun die Führungsspieler, die Verantwortung übernehmen müssen. Diesen Vorgang werden wir als Trainergespann gemeinsam mit der sportlichen Leitung eng beobachten und begleiten sowie die notwendige Hilfestellung leisten.
Jetzt könnte man meinen, dass ausgerechnet nun mit dem SV Lippstadt einer der absoluten Topfavoriten nach Stadtlohn kommt. Die Favoritenrolle ist natürlich eindeutig verteilt, doch muss meine Mannschaft nun unter Beweis stellen, dass sie sich auch von „großen Namen" nicht beeindrucken lässt. Viel wichtiger als das nackte Ergebnis wird sein, sich bedeutend teurer zu verkaufen als zuletzt. Die Mannschaft muss und wird sich zerreißen, um verloren gegangenen Kredit zurückzugewinnen. Sie steht in der Pflicht, sich im Anschluss an das Spiel nicht wieder den Vorwurf gefallen zu lassen, nicht alles für den Erfolg des Teams getan zu haben. Dabei bitte ich auch Sie, liebe SuS-Fans, trotz der jüngsten Misserfolge der Mannschaft weiterhin die Treue zu halten. Gemeinsam wollen wir zurück zu alter Stärke und nötigem Selbstbewusstsein. Dann werden wir auch das primäre Ziel erreichen: so früh wie möglich 40 Punkte zu sammeln. Derzeit von etwas anderem zu sprechen, wäre vermessen. In Kürze stehen die Spiele an, in denen wir an diesem Fundament arbeiten müssen. Bis dahin müssen wir den aktuellen Zustand geändert haben."
Tim Probst (Reserve):
„Für die Reserve reicht es momentan noch nicht zur absoluten Kreisliga-Spitze. Nach dem furiosen 5:0 in Oeding musste die Mannschaft gegen den souveränen Spitzenreiter aus Wessum eine knappe, aber nicht unverdiente Niederlage einstecken. Es hat sich gezeigt, dass uns eine derart erfahrene und eingespielte Mannschaft wie die Union noch einen Schritt voraus ist. Positiv: Mein Team hat nie aufgegeben und bis zum Schluss um seine Chance gekämpft. Den Kopf nun bereits in den Sand zu stecken, wäre natürlich noch viel zu früh. Für uns geht es darum, dass einige Spieler, die in der Vorbereitung nicht voll einsatzbereit waren, ihren Rückstand aufholen. Dann werden wir auch als Mannschaft wachsen. Mit Wüllen erwartet uns nun die neben Wessum aktuell wohl stärkste und konstanteste Mannschaft der Liga. Und genau diese Konstanz ist es, die meinem jungen Team weiterhin fehlt. Wenn wir aber weiter so akribisch im Training arbeiten, werden die Fortschritte schon bald unverkennbar sein."
Mark van Almsick (Dritte):
„Einen erstaunlichen Sprung hat die dritte Mannschaft nach der Auftaktniederlage beim Aufsteiger in Alstätte gemacht. Der Auswärtssieg bei einem früheren gestandenen A-Ligisten wie Nienborg ist für eine Mannschaft im Umbruch, wie wir ihn vollzogen haben, nicht selbstverständlich. Besonders erfreulich ist die Tatsache, dass die Mannschaft selbst den Ausgleich nach früher 2:0-Führung weggesteckt und weiter nach vorn gespielt hat. Auf dieser Basis muss die Entwicklung fortgesetzt werden. Die Aufgaben kommen nun genau passend, wie ich denke. An Gegnern wie Heek oder Legden II kann die Mannschaft weiter wachsen. Ich bin gespannt, wie sie diese Herausforderungen angehen wird. Dabei will ich die Auftritte nicht allein nach den Zahlen bewerten, sondern den Gesamteindruck auf mich wirken lassen. Und wenn letztendlich Zählbares herausspringt - ich hätte nichts dagegen einzuwenden."








