Im letzten Heimspiel der Saison trifft die Westfalenligamannschaft auf den TuS Hiltrup. In den fast 80 Jahren des Bestehens hat der TuS Hiltrup so manche Höhen und Tiefen erlebt. Die erfolgreichste Zeit in der jüngeren Vergangenheit verbrachten die erste Mannschaft in den Jahren nach 1975, als zunächst der Aufstieg in die Landesliga und 1981 der Durchmarsch in die Verbandsliga - damals noch vierte Liga - gelang. Der TuS etablierte sich in der Folge als Nummer zwei in der Münsteraner Fußballlandschaft hinter dem SC Preußen. Doch lange währte der Erfolg nicht an. Nach zwei Jahren ging es zurück in die Landesliga, bevor es 1987/88 überraschend wieder hinauf in die Verbandsliga ging. Bis 1992 folgte dann aber zunächst der Absturz in die Bezirksliga, 1996 war der absolute Tiefpunkt erreicht: der Sturz in die Achtklassigkeit der A-Liga. 1998 folgte die überlegene Rückkehr in die Bezirksliga. Nach der Zwischenstation Landesliga gelang 2006 der erneute Aufstieg in die Verbandsliga, der heutigen Westfalenliga. In der vergangenen Spielzeit klopfte das Team, das schon im vierten Jahr von Michael Evelt betreut wird, lange an das Tor zur NRW-Liga an. Basis war eine beeindruckende Hinserie. Unvergessen ist sicherlich der 30. April 2008, als der SuS am Hiltruper Osttor durch ein 3:2 die Tabellenführung übernehmen konnte, um am Ende doch dem VfB Hüls den Vortritt lassen zu müssen. In der laufenden Saison hatte man sich bescheidenere Ziele gesetzt. Der angepeilte Mittelfeldplatz ist eingenommen - die Abstiegsgefahr allerdings noch nicht endgültig beseitigt. Die große Chance zum vorzeitigen Klassenerhalt wurde am vergangenen Spieltag vertan, als gegen Lippstadt der Ausgleich in der Nachspielzeit noch hingenommen werden musste. In der kommenden Spielzeit will die sportliche Leitung zusammen mit Evelt den Umbau des Kaders fortsetzen. Junge Spieler aus den eigenen Reihen (A-Junioren) und aus anderen Vereinen der Region stehen unter Beobachtung, arrivierte Akteure werden den Verein verlassen - eine Parallele zum SuS Stadtlohn. Ziel sei es, den Verein kontinuierlich weiterzuentwickeln. An der entsprechenden Infrastruktur wird hart gearbeitet: Ein Kunstrasenplatz soll einen alten Tennenplatz ersetzen und wird im September offiziell eingeweiht. Im Hinspiel trennten sich beide Mannschaften leistungsgerecht mit 1:1.
Personell stellt sich die Lage beim SuS unverändert dar. Neben Hendrik Sahlmer wird Kapitän Matthias Uphues ausfallen, dessen Oberschenkelverletzung in Rheine wieder aufgebrochen ist. Für Marcel Terhaar könnte ein Einsatz von Beginn an noch zu früh kommen. Inwieweit Mike Holtheuer seine Knieprobleme überwinden kann, wird sich ebenfalls kurzfristig entscheiden. Ohne Druck will die Mannschaft den Besuchern noch einmal eine überzeugende Vorstellung liefern und sich so für die Unterstützung bedanken. Ziel ist und bleibt es, Platz vier abzusichern und somit die beste Platzierung seit vier Jahren zu erreichen - und dies gar in einer 18er-Staffel.

Den Spaß am Fußball zurück gewonnen hat die Reserve - insbesondere nach dem feststehenden Klassenerhalt. Nun kann die Mannschaft noch zweimal befreit aufspielen. Die Partie beim ebenfalls seit dem vergangenen Wochenende geretteten VfB aus Alstätte könnte kurzfristig noch von Pfingstmontag auf Samstag verlegt werden. Diese Entscheidung fällt am Donnerstagabend.
Die Saison ordentlich zu Ende spielen möchte die dritte Mannschaft. Beim FC Oeding II hat das Team noch eine Rechnung offen. Der Gastgeber an Pfingstmontag fügte der Dritten im Hinspiel der erste Saisonniederlage bei.
33. Spieltag
Westfalenliga
SuS Stadtlohn : TuS Hiltrup
Pfingstmontag, 1. Juni, 15 Uhr
SR: Konrad, Sven
hülsta-Sportpark // Uferstraße / Am Losbergpark I/ 48703 Stadtlohn
Kreisliga A
VfB Alstätte : SuS Stadtlohn II
Pfingstmontag, 1. Juni, 15 Uhr (evtl. Samstag)
SR: Wurbs, Timo
Sportplatz Alstätte Rasen 1 // Am Bahnhof // 48683 Ahaus
Kreisliga C
FC Oeding II : SuS Stadtlohn III
Pfingstmontag, 1. Juni, 13 Uhr
SR: Bomkamp, Wilhelm
Grenzstadion Oeding (Rasen 1) // Winterswyker Straße 66 // 46354 Südlohn








