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Der 33. Spieltag 2010
Auswärts beim zweitbesten Rückrundenteam

Von allen Klassenkonkurrenten hat unser heutiger Gegner FC Gütersloh 2000 sicher mit den schillerndsten Namen mit bewegter Vergangenheit, die von Höhepunkten ebenso geprägt war wie von Rückschlägen. Ein Rückblick: 1918 wird im ostwestfälischen Gütersloh der Sportverein Arminia Gütersloh (SVA) gegründet. Obwohl die Deutsche Jugendkraft Gütersloh (DJK) erst 1923 gegründet wurde, war diese allgemein der stärkere Verein.


Der FC Gütersloh entstand dann 1978 aus der Fusion der DJK Gütersloh („Die Blauen") und SVA Gütersloh („Die Grünen"), da beide einsahen, zusammen für Gütersloh mehr erreichen zu können. Die DJK spielte von 1974 bis 1976 in der 2. Bundesliga Nord; dem FC Gütersloh gelang durch erhebliche Investitionen 1995 der Aufstieg in die Regionalliga und direkt im Anschluss (1996) der Aufstieg in die 2. Bundesliga. 1999 stieg der Verein jedoch wieder ab, und musste in der Folge am 14. Februar 2000 während der laufenden Saison der Regionalliga West/Südwest Insolvenz anmelden. Diese unruhige Zeit machte auch der ehemalige Stadtlohner Trainer Rob Reekers mit, der seine Profilaufbahn in Gütersloh beendete und anschließend im Trainerstab in Gütersloh tätig war. Der anschließend am 23. Februar 2000 neu gegründete FC Gütersloh 2000 fusionierte mit dem FC Gütersloh von 1978 und übernahm sämtliche Aktivposten (insbesondere die Spielklassen) des FCG von 1978, allerdings nicht dessen Verbindlichkeiten. Zum Start der Saison 2000/2001 wurde der Spielbetrieb unter einem neuen Vorstand und mit einem fast vollständig neuen Spielerkader wieder aufgenommen. Der Verein wurde in die Oberliga Westfalen eingruppiert, in der er bis zur Auflösung der Oberliga Westfalen nach der Saison 2007/2008 ununterbrochen spielte. Der Verein hat sich dann für die neu geschaffene NRW-Liga qualifiziert, in der er ab der Saison 2008/2009 spielte. Diese Klasse konnte allerdings nicht gehalten werden.

Anders als beim Mitabsteiger Delbrücker SC konnte in Gütersloh ein starkes Gerüst an Stammkräften gehalten werden. Dazu gesellten sich mit Lennard Warweg, Serdar Erdogmus und Patryk Plucinski (alle Delbrück) oder auch Daniel Telenga (SV Lippstadt 08) Oberliga-erfahrene Akteure, vom NRW-Ligaaufsteiger SC Wiedenbrück 2000 stießen Stefan Kretschmar und  Murat Kizilkaya zum FCG. Kurz vor Transferschluss zog es mit David Helbig (Erzgebirge Aue II) und Dennis Breitkreuz (VfL Osnabrück II) noch zwei ambitionierte Nachwuchskicker nach Ostwestfalen, im Winter kehrte Stürmer Lars Schröder von Arminia Bielefeld II zurück. Aufgefüllt wurde der Kader mit zahlreichen Nachwuchskräften aus der eigenen Jugend. Zur Akklimatisierung in der neuen Spielklasse benötigte der ursprüngliche Mitfavorit auf den Titel mit Ex-Profi Dirk Flock an der Seitenlinie mehr Zeit als erwartet. Erst spät konnten die Abstiegsplätze verlassen werden. Aber: Der Aufwärtstrend ist unverkennbar. Im Verlauf der Rückserie hat sich der FC in das gesicherte Mittelfeld der Liga gespielt.

„Gute" Erinnerungen besitzt der SuS an die beiden letzten Aufeinandertreffen in der Oberliga-Abstiegssaison 2003/2004. Beide Duelle gingen mit 2:0 an Stadtlohn. Im damaligen Losbergstadion trafen für die Blau-Weißen Gunvald Herdin und Jörg Thor, der nach langer Pause extra für den Spiel entscheidenden Strafstoß in der Nachspielzeit eingewechselt worden war. Im Heidewaldstadion waren abermals Thor und Rainer Hackenfort die Torschützen. Während bei Stadtlohn neben Hackenfort mit Matthias Uphues ein zweiter aktueller Akteur Zeuge dieser Partien war, so ist es auf Seiten des dreimaligen Westfalenmeisters allein noch Tim Brinkmann. Angedeutet hat der FC 2000 seine Spielstärke auch schon im Hinspiel, als er nach schnellem 0:3-Rückstand den Anschlusstreffer anbringen konnte und nah an weiteren Treffern war. Am Ende wurde Gütersloh dann zum 4:1 ausgekontert.

 

(h.v.l): Gökhan Ak, Petrick Piontek, Stephan Eggert, Pascal Becker, Ilkay Düm, Serdar Erdogmus, Murat Kizilkaya, Dennis Breitkreuz.

(M.v.l.): Dietmar Starke (Torwart-Trainer), Dirk Flock (Trainer), Wolfgang Grübel (Team-Manager), Stefan Kretschmer, Tim Brinkmann, Marc Birkenhake, Daniel Eckel, David Helbig, Patryk Plucinski, Ina Peters (Physiotherapeutin), Hartmut Güth (Betreuer), Georg Hollensett (Zeugwart).

(v.v.l.): Yusuf Tumani, Daniel Burger, Alexander Opitz, Mathai Esen, Sanherib Demir, Lennard Warweg, Alexander Kuschmann, Darius Duda, Victor Nnodim; es fehlen: Daniel Telenga, Thomas Lucietto, Lars Schröder.

FC Gütersloh 2000 in der Spielzeit 2009/2010
Zugänge: Kretschmer, Kizilkaya (beide SC Wiedenbrück), Warweg, Erdogmus, Plucinski (alle Delbrücker SC), Telenga (SV Lippstadt 08), Lucietto (Gütersloher TV), David Helbig (Erzgebirge Aue II), Dennis Breitkreuz (VfL Osnabrück II), Piontek, Esen, Ak, Becker, Düm, Opitz (alle eigene A-Junioren), Demir (TuS Dornberg), Lars Schröder (im Winter von Arminia Bielefeld II).
Abgänge: Dominik Meyer (TuS Dornberg), Mehmet Göcer (SV Avenwedde), Marco Bensmann (Preußen Münster II), Yakup Köse (SV Schermbeck), Dirk Flock (Trainer), Lars Schröder (DSC Arminia Bielefeld II), Ricardo Borba (Würzburger Kickers), Cyrille Florent Bella (Dubai), Erdem Cömert, Mesut Sahin, Marcel Stutter, Dogan Okumak (alle Ziel unbekannt).
Trainer: Dirk Flock (37) (im ersten Jahr).

Auf Seiten des SuS Stadtlohn werden weiterhin Michael Gravermann, Martin Arends und Daniel Klein-Günnewick verletzungsbedingt fehlen.

Im Übrigen hat die Verbandsspruchkammer nun endlich ihr Urteil in der Sportstrafsache gegen Mario Beeke gefällt. Der Mittelfeldspieler wurde für seinen Platzverweis bei Borussia Emsdetten einschließlich anschließender Schiedsrichterbeleidigung, für die sich der Spieler in einer schriftlichen Stellungnahme ausdrücklich entschuldigt hatte, mit der Rekordstrafe von sieben (!) Wochen Sperre belegt. Das maximal gelb-würdige Foulspiel im Kampf um den Ball wurde dabei als Tätlichkeit ausgelegt. Selbstverständlich würde der Verein in Berufung gehen, um seine Spieler zu schützen. Er verzichtet allerdings darauf, da dank der geschickten Verzögerungstaktik durch die Spruchkammer die Sperre mit dem Kreispokalendspiel am Mittwoch ausläuft.

Wieder einmal wurde allein die Wirkung beurteilt; die Ursache, nämlich die Fehlleistung des Schiedsrichters, die natürlich immer entschuldbar ist, findet in dem Urteil wiederum keine Beachtung. Einmal mehr ein Zeichen für die fortschreitende Entfremdung der Funktionärsebene von seinen Mitgliedsvereinen. Schade ist allerdings die Tatsache, dass in diesem Gremium selbst ein Trainerkollege aus der Westfalenliga 1 sitzt, der die Sicht der „anderen Seite" mit beleuchten sollte...

Der 29./33. Spieltag

Westfalenliga
FC Gütersloh 2000 : SuS Stadtlohn
Sonntag, 16. Mai, 15 Uhr
SR: Aktan, Ahmet // Beischer, Martin // Sasse-Westermann, Bernd
Heidewaldstadion // Heidewald 27 // 33332 Gütersloh

Kreisliga B
SuS Stadtlohn III : SuS Stadtlohn II
Sonntag, 16. Mai, 13 Uhr
SR: Rosellen, Martin
Losbergpark 1 // Uferstr./Am Losbergpark // 48703 Stadtlohn


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