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Der 31. Spieltag
Eine Frage des Charakters

Seinen größten Erfolg der Vereinsgeschichte feierte die DJK im vergangenen Sommer mit dem Aufstieg in die Westfalenliga, der höchsten Spielklasse im Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen. Doch die Anfangseuphorie war schnell verflogen, denn die Mannschaft musste früh feststellen, dass in dieser Spielklasse ein anderer Wind weht. Nachdem man am sechsten Spieltag erstmals die Abstiegsränge für zwei Wochen verlassen konnte, ging es rapide bergab. Seit dem Rückrundenstart ist das Team mittlerweile Westfalenliga-Schlusslicht. Sowohl in der Hinrunden- als auch in der Rückrundentabelle weist es die schwächste Bilanz auf, 16 der 20 Punkte wurden zudem im eigenen Stadion auf dem gewohnten Kunstrasengeläuf verbucht. Diese Talfahrt, die sicherlich mitunter den Abgängen einiger erfahrener Leistungsträger aus der Meistersaison geschuldet ist - diese sollten durch vornehmlich junge Nachwuchsakteure aufgefangen werden - zog auch bereits personelle Konsequenzen nach sich. Nach acht Jahren im Amt musste „Meistermacher" Rainer Leifken Anfang Februar seinen Hut nehmen - „Co" Marco Wiesweg legte solidarisch sein Amt nieder. Zuvor bereits hatte das Gespann angekündigt, zum Saisonende die Arbeit bei den Grün-Weißen ruhen zu lassen. Das Zepter führen nun zwei ehemalige Recken, die rund um den Losberg sicher bekannte Gesichter sein dürften. Sowohl Trainer Markus Feldkamp sowie Torwarttrainer Dirk Teichmann haben sich beiden Blau-Weißen noch zu Oberligazeiten Meriten verdient - ähnlich wie Abwehrchef Tim Schulz. Der ehemalige Stadtlohner A-Junior Michael Roßmöller wechselte bereits in der Winterpause weiter zum Landesligisten SpVgg Vreden. Das Hinspiel entschied der SuS mit 3:1 für sich. Dabei geriet der Erfolg nach 2:0-Führung durch Tore von Rainer Hackenfort und Michael Gravermann und dem Anschlusstreffer durch den GW-Toptorschützen Timm Barkam gegen Ende noch ein wenig in Gefahr, ehe abermals Hackenfort zwei Minuten vor Spielschluss den Sieg sicherstellte.

 

Seit dem Nachholspieltag am Donnerstag steht die DJK GW Nottuln als erster Absteiger in die Landesliga fest. Dennoch wird sich die Mannschaft gerade gegen den SuS noch einmal ins Zeug werfen, um sich mit Anstand vom „Abenteuer Westfalenliga" zu verabschieden. Nach der vierten Niederlage in Folge stellt sich dem SuS am Sonntag die Charakterfrage. Das Team ist in der Pflicht, den Zuschauern noch einmal einen versöhnlichen Auftritt hinzulegen, um den schlechten Eindruck zuletzt nicht zu verstetigen. Für die nötige Stabilität könnte das Trio Matthias Uphues, Michael Gravermann und Stefan Bennink sorgen, das zumindest in Teilen wieder einsatzfähig ist.

31. Spieltag

Westfalenliga
SuS Stadtlohn : DJK GW Nottuln
Sonntag, 17. Mai, 15 Uhr
SR: Melsa, Dennis // Erüstün, Ferhat // Drexelius, Frank
hülsta-Sportpark // Uferstraße / Am Losbergpark // 48703 Stadtlohn

Die Reserve und die dritte Mannschaft sind an diesem Wochenende spielfrei.


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Unbedingt mit einplanen!
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