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Der 29. Spieltag in der Spielzeit 2010_2011
Mit Leidenschaft gegen Spitzenteam

Mit einer hohen Erwartungshaltung ist die Hammer SpVg in die Westfalenligasaison gestartet. Nach dem Abstieg aus der NRW-Liga sollte der sofortige Wiederaufstieg das Ziel sein. Trainer Holger Wortmann: „Wir sind angetreten, um so weit oben wie möglich mitzuspielen. Und das ist nun einmal der erste Platz." Mit Blick auf das Abstiegsjahr fügte er vor Saisonbeginn selbstkritisch an: „Wir haben uns die Suppe in der letzten Saison selbst eingebrockt, jetzt müssen wir sie auslöffeln." Spätestens nach dem 0:1 gegen den SuS Neuenkirchen am vergangenen Wochenende dürfte diese Planung wohl um ein Jahr verschoben werden müssen. Elf Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Dornberg sind kaum mehr aufzuholen. Es zeigt sich, dass eine hohe Qualität im Kader allein nicht ausreicht, um erfolgreich zu sein. Der holprige Saisonstart war sicherlich dem Umstand zuzuschreiben, dass nicht weniger als 13 Neuzugänge integriert werden musste. Coach Wortmann durfte neben ehemaligen Profis wie Giancarlo Fiore, Kurtulus Öztürk (SC Verl) und Rückkehrer Ferhat Cerci (Tarsus Idman Yurdu  / 2. türkische Liga) weitere Neuzugänge wie Sebastian Senger oder auch auch Markus Krawietz (beide VfB Hüls) aus höheren Amateurligen einbauen. Dies gelang nach und nach immer besser. Gegen Ende der Serie zierte Hamm die Tabellenspitze. Grundlage war eine solide Defensivarbeit, wovon mit die wenigsten Gegentreffer aller Westfalenligisten zeugen. Auf der Gegenseite ist die Offensivabteilung trotz der enormen Qualität nicht die durchschlagskräftigste. In der zweiten Serie stockt der Motor überwiegend, die Konstanz ist verloren gegangen. Nachdem man den direkten Wiederaufstieg abgehakt hat, forciert man die Planungen für die kommende Saison, an deren Ende dann endgültig der Aufstieg in die Oberliga stehen soll. Im Hinspiel unterlag der SuS mit 0:2.

Torwart: Dominique Nowak, Jan-Robin Stiepermann,.
Abwehr: Sven Dyballa, Michael Kaminski, Alexander Thiele, Kurtulus Öztürk, Christoph Blesz, Sebastian Senger, Sefa Arslan.
Mittelfeld: Felix Backszat, Marc Dyballa, Tim Eckelt, Sadam Mehovic, Giancarlo Fiore,  Semih Aktas, Hüseyin Kücük. Nico Schiller, Osman Köse.
Angriff: Haluk Metin, Markus Krawietz, Kevin Lanzendörfer, Ferhat Cerci.

Trainer: Holger Wortmann, Mano Zielinski.
Betreuer: Fridolin Dabrock, Lothar Meyer, Stefan Runte.

Zugänge: Markus Krawietz, Sebastian Senger (VfB Hüls), Kurtulus Öztürk (SC Verl), Haluk Metin (SVE Heessen), Felix Backszat (BV Brambauer), Tim Eckelt, Abdullah Sahin (beide eigene U23), Michael Prothmann (eigene A-Jugend), Sadam Mehovic, Jan-Robin Stiepermann, Christoph Blesz (alle A-Jugend RW Ahlen), Osman Köse (VV St. Truiden), Ferhat Cerci (Tarsus Idman Yurdu).
Abgänge: Sebastian Krug (Westfalia Herne), Sebastian Stein (FC Brünninghausen), Charly Kuntz (SV Schermbeck), Magnus Gunnarsson (SV Holzwickede), Stefan Hoffmann (KFC Uerdingen 05), Moritz Niehbur (RW Essen), Sebastian Kraus (SC Delbrück), Maik Bollmann (Eintracht Nordhorn), Andreas Chouliaras (BSV Menden), Igor Stojkoski (Ziel unbekannt), Erkan Baslarli (TuS Wiescherhöfen).

Der 29. Spieltag

Westfalenliga
SuS Stadtlohn : Hammer SpVg
Ostermontag, 25. April, 15 Uhr
SR: Storks, Sören // Wissing, Alexander // Wessels, Marvin
hülsta-Sportpark // Uferstraße / Am Losbergpark // 48703 Stadtlohn

Kreisliga A: spielfrei
Kreisliga B: spielfrei

Die aktuelle Sicht unserer Trainer:

Frank Bajorath (Westfalenligamannschaft):

"Bestens erholt zeigte sich die Westfalenligamannschaft vom kleinen Durchhänger zur Mitte der zweiten Serie. Mit den beiden Auswärtssiegen in Neuenkirchen und Gievenbeck hat sich die Mannschaft eindrucksvoll im Mittelfeld der Tabelle zurückgemeldet. Das Thema Abstiegskampf gehört nun endgültig der Geschichte an.

Für mich als Trainer ist es eine Freude zu sehen, wie die Mannschaft derzeit arbeitet. Sie lässt sich auch vom Verletzungspech nicht aus der Ruhe bringen. Im Kollektiv betreibt sie einen hohen Aufwand und wird dafür auch belohnt. Schon in Neuenkirchen war zu spüren, dass sich das Team mit dem Erreichten nicht zufrieden geben will. Es wollte die drei Punkte und machte dies dem Gegner mehr als deutlich. Mit fortwährender Spielzeit waren wir den Gastgebern kräftemäßig überlegen. Vertrauen konnten wir einmal mehr dem Torriecher von Markus Krüchting, der gleich dreimal zuschlug. Er profitierte dabei jeweils von drei Balleroberungen seiner Mannschaftekameraden, die sinnbildlich für den willensstarken Auftritt an diesem Donnerstag waren. Auch in Gievenbeck waren wir dem Gegner nach hinten heraus überlegen. Nach völlig verschlafener erster halber Stunde zeigte die Mannschaft die geforderte Reaktion und stellte noch vor der Pause den Gleichstand her. Damit wollte sich die Mannschaft wiederum nicht zufrieden geben - die drei Punkte waren fest anvisiert.

Nach zwei Heimniederlagen zuletzt wollen wir Ihnen, liebe SuS-Anhänger, nun endlich wieder ein erfolgreiches Heimspiel präsentieren. Mit der Hammer SpVg erwarten wir einen Gast, der sicher hinter den hohen Erwartungen zurückhängt. Aber: Die hohe Qualität im Kader und das Ansinnen, sich gegen Ende der Saison noch einmal von der starken Seite präsentieren zu wollen, wird die Aufgabe zu keiner einfachen werden lassen. Basis zum Erfolg wird erneut ein kompakter Auftritt sowie eine hohe Lauf- und Kampfbereitschaft sein. Ich bin gespannt, inwieweit die Mannschaft die kräftezehrenden Monate April und Mai verarbeiten wird. Durch dosierte Trainingsarbeit wollen wir einem „Überdrehen" zuvorkommen. Leider Gottes nicht mehr zurückgreifen kann ich auf unseren Nachwuchsmann Niklas Hilgemann, dem ich im Namen des gesamten Teams eine schnelle Genesung wünsche.

Ihnen wünsche ich besinnliche Ostertage im Kreise der Familie. Wir wollen mit einem engagierten Auftritt gegen einen renommierten Gegner unseren Teil zu einem friedlichen Fest beitragen. Danach widmen wir unsere gesamte Konzentration den Spielen gegen Mannschaften aus dem unteren Tabellendrittel. In diesen Spielen wollen wir die Grundlage für das Erreichen eines einstelligen Tabellenplatzes in der Endabrechnung schaffen. Geschenkt bekommen wir die Zähler sicher nicht. Doch die jüngsten Auftritte haben mir gezeigt, dass die Mannschaft noch erfolgshungrig ist und diese Chance beim Schopfe packen will."

Tim Probst (Reserve)

"Es ist wie verhext: Immer wenn die Reserve zum großen Sprung ausholen kann, versagen ihr die Nerven. Ein Blick auf die aktuelle Tabelle reicht, um zu sehen, welch große Chance die Mannschaft in Lünten liegengelassen hat. Nach einer Stunde Spielzeit hatten wir alle Trümpfe in der Hand: die Führung und eine Überzahl. Warum wir das Spiel dann noch abgegeben haben, will sich mir bis heute nicht erschließen. Ganz bitter wird diese Niederlage nach dem vergangenen Spieltag. Mit dem Sieg gegen Ammeloe hätten wir zum Spitzenduo aus Epe und Ellewick aufschließen können. Somit müssen wir weiter auf Ausrutscher der Konkurrenz hoffen. Wir werden sicher nicht verfrüht die Flinte ins Korn werfen. Bis zum Schluss wollen wir durch eigene Erfolge die Tabellennachbarn unter Druck setzen. Sollte sich dann irgendwie doch noch die Gelegeneheit zum Sprung an die Spitze ergeben, wollen wir da sein. In der zweiwöchigen Spielpause werde ich die Mannschaft entsprechend einstimmen. Da in den verbleibenden vier Spielen keine zusätzliche Unterstützung aus dem Westfalenligakader mehr möglich ist, weiß ich nun, auf wen ich im Endspurt setzen kann. Mit Ihrer aller Unterstützung wollen wir das Unmögliche irgendwie noch möglich machen - auch in dem Wissen, dass wir von den Ergebnissen der Konkurrenz abhängig sind." 

Mark van Almsick (Dritte Mannschaft)

"Die beiden vergangenen Wochenende werden mir sicher noch länger im Hinterkopf bleiben. Beim 0:6 in Epe knüpfte die Mannschaft nahtlos an das 0:5-Debakel im Auswärtsspiel davor in Vreden an. Beim 2:1 gegen den Tabellenzweiten TSV Ahaus kaufte sie dann dem Gegner den Schneid ab und zeigte mir die geforderte Reaktion. Leider geriet der sportliche Wert an diesem Tage in den Hintergrund. Wenn ein Schiedsrichter aufgrund von Beleidigungen und Übergriffen (Spucken) durch Ahauser Zuschauer mit Streifenpolizisten vom Gelände geführt werden muss, dann ist das ein Nackenschlag für den Amateurfußball. Auch was meinen Spielern und Betreuern an Anfeindungen und sogar körperlichen Übergriffen entgegenschlug, hat mir die Sprache verschlagen. Auslöser war dabei ein berechtigterweise wiederholter Strafstoß für meine Mannschaft, der uns den Sieg und die Träume zum direkten Aufstieg beim TSV wohl zum Platzen brachte. Ich will mich gar nicht länger mit dieser Thematik aufhalten, um diesen Übeltätern, die das „Fair Play" mit Füßen getreten haben, erst gar keine Plattform zu bieten. Alles weitere wird sicherlich die Sportgerichtsbarkeit entscheiden. Bedanken muss ich mich beim Schiedsrichter, der die Angelegenheit souverän gelöst hat, sowie beim Ordnungsdienst und meinen Jungs, die wesentlich zum Schutz des Schiedsrichters und zur Deeskalation beigetragen haben. Für meine Mannschaft geht es nun darum, sich nach der Spielpause ordentlich aus der Saison zu verabschieden. Ziel ist es, den eingenommenen Tabellenplatz zu verteidigen."


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