Nach vier sieglosen Spielen in Serie hat der SuS Stadtlohn am Donnerstagabend wieder ein Erfolgserlebnis feiern können. Im Nachholspiel beim SuS Neuenkirchen erspielte sich die Mannschaft einen verdienten 3:0-Erfolg. Wieder einmal konnte das Team auf die Treffsicherheit seines Torjägers Markus Krüchting bauen, der seinen nächsten Dreierpack schnürte. „Man muss allerdings hinzufügen, dass die gesamte Mannschaft für ihn mitgearbeitet hat. Allen Treffern gingen Balloberungen voraus, die er letztendlich in einer ihm eigenen Art verwertete", blickt Bajorath zurück. Die Mannschaft habe vom Anstoß weg den Sieg gewollt und sich diesen „aufopferungsvoll erkämpft". „Phasenweise haben wir dann auch den Ball gut laufen lassen. Nur die Konter hätten wir gegen Ende besser ausspielen können." Letzteres sei dem Umstand geschuldet gewesen, dass sich die Mannschaft über 90 Minuten voll verausgabt habe. „Einigen Spielern, die nach Verletzung gerade erst zurückgekehrt waren, merkte man den Kräfteverschleiss deutlich an", zollte Bajorath diesen dennoch großen Respekt.
Ganze zwei Tage bleiben zur Regeneration Zeit. Schon am Sonntag wartet das nächste Auswärtsspiel auf die Blauen. Beim Aufsteiger 1. FC Gievenbeck will sich das Team für die 1:5-Hinspielklatsche rehabilitieren. „Seinerzeit hat uns der FCG mit seiner Überrumpelungstaktik völlig auf dem falschen Fuß erwischt. Das Spiel fiel in eine Phase, in der uns wichtige Stützen ausfielen und die Mannschaft in sich nicht gefestigt war. Das hatte gegen Ende schon etwas von Auflösungserscheinungen im Defensivverhalten", so Bajorath. In schöner Regelmäßigkeit wurde der SuS im Herbst von den schnellen Stürmern wie Fabian Leifken oder auch Philipp Daldrup ausgekontert. „Das wird uns nicht wieder passieren", sieht Bajorath seine Elf in einer ganz anderen Verfassung.
Gievenbeck war erst über die Relegation erstmalig in die Westfalenliga eingezogen. Trainer Maik Weßels gab vor der Saison zwar grundsätzlich den Klassenerhalt als Ziel aus - insgeheim will er sich mit seinem Team aber mittelfristig in dieser Spielklasse etablieren. Der bisherige Erfolg (35 Punkte) gibt ihm Recht. Neben den gefährlichen Offensivkräften verfügt der FC mit unter anderem Michael Fromme (Emsdetten 05) im Mittelfeld oder auch Patrick Westphal (früher Altona 93) und Jan Kreuzheck (früher SF Lotte) in der Abwehrreihe über sehr erfahrene Kräfte. Gievenbeck gilt seit Jahren als das Sprungbrett für Studenten. Nahezu sämtliche Fußballer aus dem gesamten Bundesgebiet, die in Münster das Studium aufnehmen, schließen sich - zumindest vorübergehend - dem Verein an. Die Folge ist natürlich auch eine hohe Fluktuation, aber auch viel Qualität.
„Wir müssen an unserer Spielweise nicht viel ändern. Das Spiel Gievenbecks ähnelt dem Neuenkirchener. Sicherlich werden wir eine ähnlich hohe Laufbereitschaft an den Tag legen müssen, um erfolgreich zu sein. Nach dem Sieg am Donnerstag können wir noch befreiter aufspielen. Wir wollen noch den ein oder anderen Platz klettern", zeigt sich Bajorath zuversichtlich. Er könnte die gleiche Elf aufbieten, sollte Dominik Uphues (Beckenprellung) „grünes Licht" geben. Bis zum Saisonende verzichten muss der SuS auf Niklas Hilgemann - er wird am Mittwoch am Meniskus operiert - sowie Mario Beeke, der nach Zerrung erst morgen wieder ins Mannschaftstraining einsteigt.

(o.v.l.): Roman Pieroth, Sebastian Weitz, Robin Wellermann, David Rademaker, Michael Fromme, Moritz Knemeyer.
(M.v.l.) Alexander Tehler (sportlicher Leiter), Timm Barkam, Niklas Bonnekessel, Jonas Dirksen, Christian Keil, Patrick Westphal, Fabian Leifken, Philipp Daldrup, Trainer Maik Weßels.
(u.v.l.) Julian Langner, Hendrik Könemann, Felix Bastian, Kieran Schulze-Marmeling, Nils Steinkamp, Nils Heubrock - es fehlen: Jan Kreuzheck, Sebastian Heinrich, Jan Knemeyer, Jens Könemann, Damian Hallas.
Der 1. FC Gievenbeck in der Spielzeit 2010/2011
Zugänge: Michael Fromme (Emsdetten 05), Philipp Daldrup (Borussia Emsdetten), Timm Barkam (GW Nottuln), Kieran Schulze-Marmeling (Preußen Münster U23), Robin Wellermann, Dennis Hungerberg, Jonas Dirksen, Burak Cetinkaya (alle eigene A-Jugend), Jan Knemeyer (Westfalia Kinderhaus), Damian Hallas (Concordia Albachten).
Abgänge: Alexander Leifeld, Julian Kirchner (beide SC Flingern), Gunnar Weber (Davaria Davensberg), Stephan Tantow (RW Essen), Fahri Malaj (SG Telgte).
Trainer: Maik Weßels (4. Saison).
Der 26./28. Spieltag
Westfalenliga
1. FC Gievenbeck : SuS Stadtlohn
Sonntag, 17. April, 15 Uhr
SR: Gochermann, Kilian // Hahn, Julian // Pauly, Robert
Sportanlage Gievenbeck HP // Gievenbecker Weg 200 // 48149 Münster
Kreisliga A
SuS Stadtlohn II : SF Ammeloe
Sonntag, 17. April, 15 Uhr
SR: Kraft, Christian
Losbergpark 3 // Uferstraße / Am Losbergpark // 48703 Stadtlohn
Kreisliga B
SuS Stadtlohn III : TSV Ahaus
Sonntag, 17. April, 13 Uhr
SR: Lendring, Stephan
Losbergpark 1 // Uferstraße / Am Losbergpark // 48703 Stadtlohn
Die Vorschau vor dem Hinspiel:
Schon ein Schlüsselspiel für den SuS
Auf ein neues Gesicht trifft der SuS Stadtlohn an diesem Wochenende. Während sich die Jugendabteilungen des 1. FC Gievenbeck und des SuS seit Jahren regelmäßig in Meisterschaftsspielen gegenüberstehen, kommt es zwischen den beiden ersten Seniorenmannschaften zu einer Premiere. Der Grund ist ganz einfach: Mit dem Aufstieg hat der Münsteraner Vortortklub seinen größten Erfolg der Vereinsgeschichte gefeiert. Dabei sah es kurz vor Ende der abgelaufenen Spielzeit noch so aus, als sollte der FCG mit Coach Maik Weßels sämtliche Trümpfe noch aus der Hand geben. Nachdem man die Tabelle der Landesliga 4 über Wochen und Monate dominiert hatte, folgte aufgrund eines Unentschiedens bei der SpVgg Vreden am vorletzten Spieltag der Sturz auf Platz zwei. Der SV Dorsten-Hardt nutzte die Gunst der Stunde und stieg direkt auf. Doch: Dem FCG blieb das Hintertürchen Relegation, durch dass man dank eines 3:2-Erfolges im Finale gegen den TuS Eving-Lindenhorst in die Westfalenliga 1 schritt. „Joker" Gunnar Weber, mittlerweile zu Davaria Davensberg abgewandert, avancierte mit drei Toren zum Matchwinner. Ganz so spannend hätte man es gar nicht machen müssen: Nachdem der VfB Hüls doch noch in der NRW-Liga verbleiben durfte, war auch für Eving-Lindenhorst - nun Vertreter der Staffel 2 - ein Platz in der Westfalenliga frei geworden. Maik Weßels gab vor der Saison zwar grundsätzlich den Klassenerhalt als Ziel aus - insgeheim will er sich mit seinem Team aber mittelfristig in dieser Spielklasse etablieren. Die infrastrukturellen Voraussetzungen rund um den Sportpark in Gievenbeck sind schon lange vorhanden - nun folgte der sportliche Part. Basis dafür ist ein ausgeglichen besetzter Kader, aus dem allein Mittelfeldstratege Alexander Leifeld eine neue Herausforderung suchte. Dies kompensieren unter anderem mit Michael Fromme (Emsdetten 05), Philipp Daldrup (Borussia Emsdetten), Timm Barkam (GW Nottuln) und Kieran Schulze-Marmeling (Preußen Münster U23) vier Akteure mit Erfahrungen in dieser Spielklasse. Allein Daldrup, der nun mit Jens Könemann und Fabian Leifken die schlagkräftige Offensivreihe bildet, dürfte jedem SuS-Anhänger ein Begriff sein. Nach einem ein wenig holprigen Start ist der FC mittlerweile in der Westfalenliga angekommen. Jedem Gegner wurde bisher die Stirn geboten. Mit dem 1:0 über einen der Geheimfavoriten, den SuS Neuenkirchen, hat Gievenbeck nun den Anschluss an das Mittelfeld hergestellt. Mit diesem Erfolg zeigte das Team auch eine Reaktion auf die 3:4-Heimniederlage gegen Mitaufsteiger SV Spexard, als man die Partie im Grunde bereits für sich verbucht hatte. Dass die Mannschaft die Zeichen der Zeit nach diesem Rückschlag erkannt hatte, bewies sie auch beim überzeugenden 5:0 gegen die U19-Bundesligamannschaft von RW Ahlen unter der Woche.








