Mit dem Delbrücker SC verbindet den SuS Stadtlohn eine ganz besondere Verbindung. Der DSC war es doch, der dem SuS im Sommer 2004 den Weg zurück in die Oberliga Westfalen verbaute. Die Blauen hatten im vorletzten Saisonspiel dank eines 1:0-Erfolges im direkten Duell durch einen Treffer von Rainer Hackenfort die Spitze zurückerobert. Am letzten Spieltag reichte es in Erlinghausen nur zu einem torlosen Remis, der Aufstieg schien dennoch perfekt. Bis den 400 Mann starken Tross die Nachricht vom 3:2-Siegtreffer Delbrücks durch Dominik Hansjürgen in der Nachspielzeit gegen den SC Paderborn 07 II ereilte. Der DSC war somit „oben".
Mittlerweile duellieren sich die beiden Vereine wieder auf Westfalenliga-Niveau - die Ostwestfalen hatten auf eigenen Wunsch im Sommer 2009 die Oberliga-Zeit als beendet erklärt. Die erste Spielzeit verlief nach schwachem Start noch zufriedenstellend. Dennoch konnte ein großer Umbruch nicht verhindert werden. Übungsleiter Ali Beckstedde musste ganze zwölf Akteure ersetzen. Zwei der Verstärkungen gehen auf die guten Kontakte des Landwirts zurück. Von dessen Ex-Klub SV Lippstadt 08 haben das regionalliga-erfahrene Torwart-Urgestein Michael Joswig und der beidfüßige Offensiv-Allrounder Furat Sansar den Weg zum Laumeskamp gefunden. Rückkehrer André Schröder kam nach einjährigem Gastspiel vom Regionalliga-Aufsteiger SC Wiedenbrück. Mit Florian Kraus von NRW-Liga-Absteiger Hammer SpVg wurde ein Mann für das zentrale Mittelfeld gefunden, Allrounder Jusuf Tumani kam vom Klassenkonkurrenten Gütersloh nach Delbrück - ebenso wie Umut Sakir (Hövelhof). Stephan Jessen, Thomas Isenrath (beide SV Heide Paderborn), Patrick Grziwotz (Mastbruch), Markus Lemberger und Philipp Sill (eigene Jugend) komplettierten den knappen Kader. Kurzfristig nachverpflichtet wurde mit Patrick Turunen noch ein finnischer Ex-Profi für die Verteidigung sowie Alexander Henke (SC Paderborn II) für die Offensive.
Trotz des Umbruchs lautete das Ziel, besser als im Vorjahr abzuschneiden. In dieser Hinsicht bewegt sich der DSC auf einem guten - und in jedem Fall wesentlich konstanteren - Weg als in der Vorsaison. Das neue Spieljahr ist dagegen von Höhen und Tiefen geprägt. Einem deutlichen Sieg gegen Hamm folgte eine Pleite beim VfB Fichte Bielefeld. Zuletzt zeigte sich das Team mit den Unentschieden gegen Paderborn und Neuenkirchen stabilisiert. Beide Kontrahenten sind somit punktgleich. Delbrück gehört nicht zuletzt wegen seiner körperbetonten Spielweise und einer ausgeprägten Stärke bei Standardsituationen eher zu den unbequemen Gegnern des SuS. Auch das Hinspiel ging mit 1:2 verloren.
"Viele Chancen werden wir gegen diese diszipliniert aufgestellte Mannschaft nicht bekommen", erwartet Trainer Frank Bajorath eine "Geduldsprobe". Die Vorzeichen - sämtliche drei Spiele gegen Delbrück gingen nach dessen Rückkehr in die Westfalenliga verloren - schüren nicht gerade die Hoffnung. Dennoch: "Wir wollen an die Heimspiele gegen Hövelhof und Rheine anknüpfen und die Heimserie ausbauen", denkt Bajorath nicht, dass sich die Niederlage in Dornberg negativ auf die Stimmungslage auswirken sollte. Personell stellen sich weiterhin keine größeren Probleme. Jordy Koster befindet sich im Aufbautraining, Faruk Tan wird darauf noch ein paar Tage warten müssen.

Der Delbrücker SC in der Spielzeit 2010/2011
Neuzugänge: André Schröder (SC Wiedenbrück 2000), Florian Kraus (Hammer SV), Jusuf Tomani (FC Gütersloh 2000), Michael Joswig, Furat Sansar (beide SV Lippstadt 08), Umut Sakir (Hövelhofer SV), Stefan Jessen (SV Heide-Paderborn), Thomas Isenrath ( SV Heide-Paderborn), Patrick Grzwitz (DJK Mastbruch), Markus Lemberger, Phillip Sill (beide eigene A-Jugend), Patrik Tururnen (Finnland), Alexander Henke (SC Paderborn 07 II).
Abgänge: Raffaele Wiebusch (FC Gütersloh), Jan Welker, Marco Kirchhoff (beide Hövelhofer SV), Ingmar Merle, Lukas Cramer (beide Eintracht Stadtallendorf), Timo Niermann (SV Spexard), Sebastian Sroka (SV Heide), Thomas Ilskens (DJK Mastbruch), Sergej Kusmin (Ziel unbekannt).
Tor: Daniel Mehlich, Michael Joswig
Abwehr: Matthias Riemer, Dominik Hansjürgen, André Schröder, Benjamin Braune, Markus Lemberger, Florian Fulland, Patrik Turunen.
Mittelfeld: Firat Sansar, Phillip Sill, Fabian Lübbers, Luca D'Angelo, Alexander Henke, Stephan Jessen, Florian Kraus, Peter Berhorst.
Sturm: Umut Sakir, Yusuf Tumani, Thomas Isenrath, Patrick Grziwotz, Alexander Henke.
Trainer: Alfons Beckstedde.
Betreuer: Klemens Döring, Peter Horenkamp, Linda Heller (Physiotherapeutin).
Der 23./25. Spieltag
Westfalenliga
SuS Stadtlohn : Delbrücker SC
Sonntag, 27. März, 15 Uhr
SR: Häbel, Markus // Tugrul, Yasin // Zahnhausen, Kevin
hülsta-Sportpark // Uferstraße / Am Losbergpark // 48703 Stadtlohn
Kreisliga A
SpVgg Vreden II : SuS Stadtlohn II
Sonntag, 27. März, 15 Uhr
SR: Jusufi, Fikri
Hamaland-Stadion (Rasen) // Ottensteiner Straße 64 // 48691 Vreden
Kreisliga B
SpVgg Vreden III : SuS Stadtlohn III
Sonntag, 27. März, 13 Uhr
SR: Wagner, Karl-Heinz
Nebenplatz (Kunstrasen) // Ottensteiner Straße 64 // 48691 Vreden
Die aktuelle Sicht unserer Trainer
Frank Bajorath (SuS Stadtlohn I)
"Nach zwei ganz starken Heimspielen musste die Westfalenligamannschaft am vergangenen Wochenende beim TuS Dornberg die zweite Auswärtsniederlage des Jahres einstecken. Diese fiel mit 1:4 gleich deutlich aus.
Das Ergebnis täuscht allerdings über den Spielverlauf hinweg. Speziell vor dem Seitenwechsel war es ein Spiel auf Augenhöhe - die frühe Führung spielte uns in die Karten. In der Folge profitierten die Gastgeber von zwei aus unserer Sicht unglücklichen Schiedsrichterentscheidungen, was mit entscheidend dafür war, dass Dornberg mit einer 2:1-Führung in die Pause ging. Nach dem frühen dritten Gegentreffer in Hälfte zwei mussten wir dann natürlich aufmachen, der TuS bekam dadurch die Räume, die er für Konter benötigt. Lange wollte ich mich mit dieser Niederlage nicht mehr aufhalten, die Bäume wachsen auch für den SuS Stadtlohn nicht in den Himmel. Ich bin davon überzeugt, dass meine Mannschaft diese Pleite schnell verdrängen kann, um sich gleich auf die kommenden Aufgaben zu fokussieren.
Gegen den Delbrücker SC wollen wir an die tollen Heimauftritte zuletzt anknüpfen. Schon gegen Hövelhof hat das Team bewiesen, dass es einem aggressiv aufspielenden Gegner den Schneid abkaufen kann. Gegen den ehemaligen Spitzenreiter aus Rheine hat es geduldig auf seine Chance gewartet und dann eiskalt zugeschlagen. Natürlich hatte Markus Krüchting an beiden Siegen mit seinen Treffern maßgeblichen Anteil. Man darf aber nicht vergessen, dass auch er von der Arbeit in sämtlichen Mannschaftsteilen profitiert. Das Spiel war schon sehenswert und der Zuspruch der Zuschauer hat uns gezeigt, dass wir auf einem guten Weg sind.
Mit dem Delbrücker SC wartet nun der nächste „unbequeme" Gast auf uns. Diese Mannschaft ist eine derjenigen, die uns in der Vergangenheit nicht so sehr gut gelegen haben. Der DSC ist eine robuste Elf, die über Erfahrung verfügt und gerade bei Standardsituationen seine Stärken ausspielt. Uns erwartet folglich ein ganz anderes Spiel als zuletzt gegen Rheine. Wir werden womöglich viel Geduld aufbringen müssen, um diese Mannschaft zu „knacken". Die ausgeglichene Bilanz und das Torverhältnis - „nur" 27 Treffern stehen ebenso wenige Gegentreffern gegenüber - lassen darauf schließen. Die Ergebnisse lassen die Vermutung zu, dass sich das Team nach einer zwischenzeitlichen Schwächephase allmählich wieder stabilisiert hat. Nach einem Sieg gegen Hamm setzte es eine Niederlage in Bielefeld - zuletzt überzeugte Delbrück mit Unentschieden in Paderborn und gegen Delbrück.
Liebe Anhänger, die Mannschaft ist gewillt, Ihnen wie bei den vergangenen Heimspielen wieder unterhaltsamen und erfolgreichen Fußball zu präsentieren. Dies kann, muss aber nicht immer gelingen. Gerade eine Mannschaft wie Delbrück ist unheimlich schwer zu spielen. Darauf werde ich das Team einstellen. Mit Ihrer Unterstützung sollte es gelingen, die Heimserie fortzusetzen, um sich im Mittelfeld einzunisten. Schließlich stehen im Anschluss die schweren Aufgaben gegen die unberechenbaren Reservemannschaften von Paderborn und Münster an."
Tim Probst (SuS Stadtlohn II)
„Mehr schlecht als recht holpert die Reserve derzeit durch die Rückserie. Die spielerische Leichtigkeit aus der Hinrunde ist immer noch nicht zurückgekehrt, obwohl mittlerweile wieder ein Sieg eingefahren werden konnte. Die Leistung beim glücklichen 3:2 im Nachholspiel gegen Schlusslicht Alstätte konnte aber nicht zufrieden stellen. Gefestigter präsentierte sich die Mannschaft beim 0:1 in Ording, wobei sie sich mit dem dritten Platzverweis im neuen Jahr wiederum selbst schwächte. Neben der Spur präsentierte sich die Elf dann gegen Spitzenreiter Ellewick. Nach starkem Beginn und einigen Möglichkeiten zur Führung verlor sie mit den ersten beiden Gegentoren völlig den Faden. Nach der Pause zerfiel die Mannschaft dann in ihre Einzelteile und erlaubte einem keinesfalls überzeugenden Tabellenführer dann durch eigene haarsträubende Fehler Treffer um Treffer. Bei 2:7 war dann endlich Schluss mit dem „Tag der offenen Tür" - ein Ergebnis, zu dem es niemals hätte kommen dürfen, das an unseren Ansprüchen gemessen unwürdig ist und für das wir uns bei unseren Anhängern entschuldigen müssen. Wir haben die Zeit genutzt, dieses Desaster aufzuarbeiten. Es wäre nun vermessen, uns aktuell an den Spitzenteams messen zu lassen. Es geht jetzt allein darum, für Rehabilitation zu sorgen und uns auf die ganz einfachen Dinge des Fußballs zu konzentrieren, um letztendlich gerade im Abwehrverhalten und Spielaufbau zu alter Sicherheit zurückzufinden. Allein die Tatsache, dass die Viererkette als einheitliches Spielsystem der ersten, zweiten Mannschaft und A-Jugend weiter etabliert wird und dass in dieser zuletzt viele Umstellungen vorgenommen werden mussten, darf als Entschuldigung für derart viele und grobe Aussetzer nicht herhalten. In den Spielen gegen Vreden II, Ottenstein II und Nienborg müssen wir uns wieder stablisieren. Ansonsten gehen wir die Gefahr ein, den Eindruck einer starken Hinserie gänzlich zu verspielen."
Mark van Almsick (SuS Stadtlohn III)
„In den vergangenen drei Begegnungen konnte die dritte Mannschaft keinen Sieg einfahren. Aber enttäuscht hat das Team deswegen keineswegs. Wir sollten die Kirche immer im Dorf lassen, die aktuelle Tabellenlage ist immer noch mehr als befriedrigend. Pech hatten wir beim 2:2 in Oeding II, da der Ausgleichstreffer des um den Klassenerhalt kämpfenden FC erst kurz vor Spielende fiel. Ordentlich Paroli boten wir dann dem Spitzenreiter Eintracht Ahaus II im Nachholspiel. Der Topfavorit musste bis weit in die zweite Spielhälfte hinein kämpfen, um zu den beiden entscheidenden zwei Toren zu kommen. Das 2:2-Remis gegen Ellewick war leistungsgerecht. Die Basis für einen erfolgreichen Saisonabschluss ist weiter voll intakt. In Serie geht es nun mit Vreden II, Eintracht Stadtlohn II und Ottenstein II gegen Gegner, die man schlagen kann, wenn man seine Leistung zu einhundert Prozent abruft. Gerade auf das Nachholspiel bei der DJK bin ich gespannt, ringt diese doch noch um den Klassenerhalt und deshalb um jeden einzelnen Punkt. Eine Bewährungsprobe, auf die wir uns freuen dürfen."







