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Der 24. Spieltag in der Saison 2010_2011
Selbstbewusst zum schweren Gang

Mit dem Heimsieg gegen Spitzenreiter Eintracht Rheine hat der SuS Stadtlohn auch dem letzten Zweifler gezeigt, dass er nicht nur gegen Teams aus dem unteren Tabellendrittel gewinnen kann. Daran muss der Westfalenligist am Sonntag (15 Uhr) anknüpfen, geht es doch zum einstigen Tabellenführer TuS Dornberg. Dort werden die Offensivqualitäten eines Markus Krüchting wieder gefragt sein. Mit 17 Treffern aus zehn Spielen ist der Mittelstürmer aktuell ein Garant für den Erfolg und steht synonym für das gestiegene Selbstvertrauen der Mannschaft. „Wir sind froh, einen Knipser wie Markus in unseren Reihen zu haben. Doch um eine Mannschaft von der Spielstärke Rheines zu schlagen, bedarf es einiger weiterer Faktoren", zieht Trainer Frank Bajorath das Gesamtbild, das sein Team derzeit abgibt, in Betracht. So ließ die Defensive trotz des Fehlens der Routiniers Jordy Koster und Matthias Uphues gerade im ersten Durchgang kaum etwas zu. Das Mittelfeld machte enorm Druck gegen den Ball und erzwang somit die Fehler, die die Möglichkeit boten, die Spitzen - und somit auch Krüchting - entscheidend in Szene zu setzen.

„Es passt einfach", bringt Bajorath die neue Harmonie und das Zusammenspiel der Mannschaftsteile auf den Punkt. Das temporäre Erreichen des einstelligen Tabellenplatzes soll nun nicht das Ende der Fahnenstange sein. „Wir wollen uns dort nun natürlich auch festsetzen - auch wenn diese Aufgabe keine leichte, aber eine machbare wird", erinnert er daran, dass dem extrem heimstarken SuS bei einem guten Dutzend Spielen noch acht Auswärtspartien sowie möglicherweise zwei Pokaleinsätze ins Haus stehen. „Ich denke aber, die Mannschaft ist fit und hat den Willen, diesen Marathon im April und Mai durchzustehen", zeigt sich Bajorath zuversichtlich.

Sonntag geht es auf den Kunstrasen am Dornberger Mühlenbrink weiter - ein Untergrund, auf dem der SuS zuletzt vor zwei Spielzeiten gewinnen konnte - eben beim TuS. Und: Dornberg war es auch, der dem SuS im Hinspiel eine von nur zwei Heimniederlagen beibringen konnte. „Dornberg hat uns seinerzeit die Grenzen aufgezeigt. Die Mannschaft ist schon klasse besetzt", erwartet Bajorath im Rückspiel nun einen Gegner, bei dem die Zeichen zuletzt aus anderer Sicht auf Sturm standen. Nachbar SV Rödinghausen (Bezirksliga) hat es sich dank des Engagements eines Küchenherstellers zum Ziel gesetzt, dem komplett neuen Stadion mittelfristig als Regionalligist die Ehre zu geben. Dabei bedient sich der Verein aktiv der höherklassigen Kader in der Umgebung. So gewann der SV nicht nur die Dienste von Trainerfuchs Mario Ermisch für die kommende Spielzeit. Dieser nimmt (bisher) gleich ein ganzes Quartett an Spielern des TuS mit: Bünyamin Atasayer, Ilhami Karabas, Sören Siek und Sebastian Block. Weitere könnten folgen. „Diese Unruhe ist an der Mannschaft sicher nicht vorbeigegangen. Aber: Mit dem 2:1 in Neuenkirchen hat die Elf Moral bewiesen und gezeigt, dass man diese Spielzeit ordentlich zu Ende spielen will", freut sich Bajorath auf diese Partie. Die Bewerbung zur NRW-Liga hat Manager Hans-Werner Fresse zumindest nicht in der Schublade gelassen.

„Wir werden schon wie gegen Rheine am Limit spielen müssen, wollen wir auch in Dornberg bestehen", stellt Bajorath klar. Seine Grippe auskuriert hat Andreas Herking und auch Matthias Uphues könnte eine Alternative für die Defensive darstellen. Ansonsten steht die erfolgreiche erste Elf.

 

(h.v.l.) Herkan Özkan, Adis Hasic, Alis Hasic, Henry Aliki, Mario Bertram, Sascha Wohlann, Trainer Mario Ermisch.
(M.v.l.) Felix Buba, Loren Michael Hill, Ivan Allert, Ilhame Karabas, Sebastian Block, Sören Siek, Arif Kundag.
(v.v.l.) Bünyamin Atasayer, Alper Cavusoglu, Ugur Pamuk, Dominik Meyer, Jan Schönwälder, Hakan Kocaman, Samir Bobaj, Thies Kambach; es fehlen Francis Williams, Janis Theermann, Patrick Reinsch.

Der 24. Spieltag

Westfalenliga
TuS Dornberg : SuS Stadtlohn
Sonntag, 20. März, 15 Uhr
SR: Stor, Waldemar // Goeke, Clemens-David // Schwengel, Alexander
Sportplatz Mühlenbrink // Kirchdornberger Str. 46 // 33619 Bielefeld

Kreisliga A
SuS Stadtlohn II : ASV Ellewick
Sonntag, 20. März, 15 Uhr
SR: Wensing, Alexander
Losbergpark 3 // Uferstraße / Am Losbergpark // 48703 Stadtlohn

Kreisliga B
SuS Stadtlohn III : ASV Ellewick II
Sonntag, 20. März, 13 Uhr
SR: Klein-Robbenhaar, Johann
Losbergpark 1 // Uferstraße / Am Losbergpark // 48703 Stadtlohn

Vorschau auf das Hinspiel

Ein Rückblick: 1999 lag der Bielefelder Traditionsverein TuS Dornberg am Boden. Kreisliga C, tiefer ging es nicht mehr. Dann übernahm „Macher" Hans-Werner Freese, der jüngst seinen 60. Geburtstag feierte - dazu unsererseits auch noch einmal einen herzlichen Glückwunsch - das Ruder und führte den Verein in weniger als einem Jahrzehnt in die Verbandsliga. Nach zwischenzeitlichem Abstieg in die Landesliga hat sich das Team nun in der Westfalenliga etabliert. Mehr noch: Mit vier Siegen in Serie ist der TuS, dessen Aschegeläuf am Mühlenbrink mittlerweile einem modernen Kunstrasen gewichen ist, an die Tabellenspitze gestürmt. Erst am vergangenen Spieltag setzte es die erste Niederlage - denkbar unglücklich. Spät in der Nachspielzeit erzielte der SuS Neuenkirchen den Siegtreffer zum 0:1-Auswärtssieg. Mit Beginn der Vorbereitung hatte Freeses Wunschtrainer und Nachbar Mario Ermisch einen ambitionierten Start angepeilt. „Wir haben uns keine Punktzahl vorgenommen, unser Ziel ist, auch in dieser Saison guten Fußball anzubieten, unsere Spieler weiterzuentwickeln und natürlich nicht schlechter als im Vorjahr abzuschneiden", so Ermisch. In Platzierungen ausgedrückt bedeutet dies einen Rang im oberen Tabellendrittel. Ermischs interne Vorgabe, jede Position mindestens doppelt zu besetzen, wurde erfüllt. „Im Rahmen unserer Möglichkeiten haben wir einen ordentlichen Kader aufgestellt", glaubt Ermisch, dass sein Team in der qualitativ verbesserten Westfalenliga eine gute Rolle spielen kann. Vom Stamm sind bis auf Sebastian Klaaßes alle geblieben. Zudem hat sich der TuS vielversprechend verstärkt. Die Qualitäten der erfahreneren Janis Theermann und Arif Kundag sind bekannt, gespannt ist Ermisch darauf, wie sich Sascha Wohlann, Ivan Allert und Henry Alika (Nigeria) in der neuen Umgebung präsentieren. Kurzfristig ist der Verein dann noch einmal auf dem Transfermarkt tätig geworden. Der mit Felix Buba, Francis Williams oder auch Thies Kambach ohnehin starke Sturm wurde durch Patrick Reinsch vom Regionalligisten SV Wilhelmshaven noch einmal „ergänzt". Zusammen mit den erfahrenen Stammkräften sollte Dornberg seinen Ambitionen gerecht werden können - schließlich hegen Freese und Ermisch gemeinsam noch „Visionen".


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