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Der 2. Spieltag in der Saison 2011_2012
Und gleich gegen den nächsten Aufsteiger...

Zweiter Spieltag, zweiter Aufsteiger: Wie es der Spielplan so will, trifft der SuS Stadtlohn auch an diesem Sonntag auf einen ehemaligen Vertreter der Landesliga 1 (Ost). Punktgleich hat der FC Bad Oeynhausen die vergangene Spielzeit mit dem VfL Theesen abgeschlossen und über die Relegation den Aufstieg in die Westfalenliga geschafft. Was den Thesenern gegen den SuS fast gelungen war, hat der FCO bei der Premeire bereits geschafft: Der erste Sieg ist perfekt. Dank der Treffer des Regionalliga-erfahrenen Daniel Koberstein, Neuzugang vom Klassenkonkurrenten SV Spexard, und des Toptorjägers der Landesliga-Saison, Michele Tomea-Mallorquin (16 Treffer), wurde der Hövelhofer SV mit 2:0 bezwungen. Zum Gegner HSV gab es eine besondere Parallele: Die Gäste aus dem Paderborner Raum waren ebenso wie der FCO nach der Saison 2005/2006 aus der damaligen Verbandsliga abgestiegen. Unvergessen ist vielen SuS-Anhängern sicherlich der vorletzte Spieltag dieser Saison, als sich Stadtlohn unter dem damaligen Trainer Manfred Ostendorf in einer turbulenten Schlussphase in Bad Oeynhausen ein 1:1-Remis erzitterte, was letztendlich den Klassenerhalt bedeutete. Nach katastrophaler Hinserie hatten damit zur Winterpause nur noch die kühnsten Optimisten gerechnet. Ex-Kapitän Stefan Busshoff war seinerzeit der Schütze des so wichtigen Ausgleichtreffers. Im ersten Saisonspiel demonstrierten die Badestädter nach anfänglicher Nervosität phasenweise, dass sie in der Westfalenliga bestehen können. Das FCO-Spiel zeichnet sich vor allem durch eine hohe Laufbereitschaft aus. „Man hat gesehen, dass alles eine Nummer schneller ist als in der Landesliga", fasste Trainer Rolf Kuntschik den Auftakt zusammen - und hielt den Ball bewusst flach. Nach durchwachsener Testphase zeigte sich die Mannschaft am Sonntag stark verbessert in der Rückwärtsbewegung, sie hat gut verschoben, die Räume eng gemacht und den Hövelhofern somit das Leben schwer gemacht. Einen glänzenden Eindruck hinterließ Torwart Nico Pieper, der mit verantwortlich dafür zeichnete, dass die Abwehrreihe wenig zuließ. Allerdings muss Trainer Kuntschik, der das eingespielte Team - nur drei Neuzugänge liefen von Beginn an auf - bereits im dritten Jahr betreut, für das Spiel in Stadtlohn auf der linken Abwehrseite umbauen, denn beide Linksfüßler auf dieser Position, Michael Hötte und Benjamin Bley, fehlen urlaubsbedingt. Trotz des Sieges verfällt man in der Kurstadt nicht in Euphorie: Das Saisonziel lautet weiterhin Klassenerhalt.

 

Der FC Bad Oeynhausen in der Spielzeit 2011/2012
Zugänge: Kaan Arduc, Jannik Schling (beide eigene Jugend), Adrian Rehling (Preußen Espelkamp), Christian Kulynycz (RW Rheme), Mohammet Akbulut, Lukasz Gregorczyk (beide VfL Herford), Stephan Teinert, Lennart Versick (beide Union Minden), Daniel Koberstein (SV Spexard).
Abgänge: Jan Halstenberg, Tristan Piotrowiak, Ergun Arduc, Nhu-Phan Nguyen (treten kürzer aus Studiengründen), Rico Wöhler (SC Herford), Michael Bigalk (Co- und Torwart-Trainer), Lars Hauptmeier (Team-Manager), Ferhat Nacar (Ziel ungbekannt).
Trainer: Rolf Kuntschik (im dritten Jahr).

Der 2. Spieltag

Westfalenliga
SuS Stadtlohn : FC Bad Oeynhausen
Sonntag, 14. August, 15 Uhr
SR: Hadrossek, Paul-Henryk // Icoglu, Semih // Steenweg, Claas
hülsta-Sportpark // Uferstraße / Am Losbergpark // 48703 Stadtlohn

Die Meinung unserer Trainer

Frank Bajorath (Westfalenligamannschaft):

„Kurz, aber sehr intensiv war die Vorbereitung auf die neue und sicher spannende Qualifikationssaison in der Westfalenliga. Vom vorgezogenen Saisonstart überrascht mussten wir ein wenig umdisponieren, um exakt auf den Punkt fit zu werden. Sicher: Vier Wochen Vorbereitung sind im Grunde zu wenig, doch haben die Spieler während ihres Urlaubs eigenverantwortlich gearbeitet und die Grundlagen geschaffen.

Was natürlich die Testphase erheblich behinderte war die Fülle an Verletzungen, die wir in dem Maße noch nie kennengelernt haben. Teilweise fehlten mit bis zu einem Dutzend Spieler, so dass gerade die Arbeit im spielerisch-taktischen Bereich schwer abzustimmen war. Dass die Automatismen noch nicht greifen, dass haben die letzten Tests gegen Coesfeld sowie der Start beim VfL Theesen gezeigt. Jetzt, wo sich das Lazarett ein wenig lichtet, werde ich die Trainingsarbeit noch einmal intensivieren und die Einheiten dosiert erhöhen.

Welche Aufschlüsse hat mir die Vorbereitung gebracht? Diese Frage kann ich aus besagten Gründen nicht abschließend beantworten. Überzeugen konnte die immer wieder neu zusammengestellte Mannschaft allein in Teilen beim Eintracht-Pokal gegen Vreden sowie im Finale gegen den VfL Rhede. Insbesondere im Umschalten und in der Rückwärtsbewegung hat die Elf unbekannte Schwächen gezeigt. Dass der Teilerfolg in Theesen mehr als schmeichelhaft war, dass war jedem einzelnen Spieler auf dem Platz bewusst. Da gibt es auch gar nichts schön zu reden. Was auch unübersehbar war, ist die Tatsache, dass wir auf Schlüsselpositionen vom Verletzungspech verschont bleiben müssen. Die Vielzahl an sehr jungen Spielern zeigt sich agil und lernwillig. Doch müssen sie sich - wie könnte es auch anders sein - noch an die rauere Luft in der Westfalenliga gewöhnen. Gerade taktische Fehler werden konsequent bestraft, das Tempo ist enorm hoch. Aber auch die erfahrenen Akteure strahlen noch nicht die Stabilität aus, die wir von ihnen verlangen dürfen und müssen, um die junge Mannschaft zu führen. Die neu hinzu gestoßenen Spieler haben bewiesen, dass sie der Elf weiterhelfen können. Doch müssen auch sie noch hart an sich arbeiten.

Bis zum ersten Heimspiel gegen den zweiten Aufsteiger aus Bad Oeynhausen müssen wir schon insgesamt einen ganzen Schritt weiter sein. Wir müssen wieder die bekannte Struktur in unser Spiel bekommen, mit dem wir in der vergangenen Spielzeit oftmals sehr erfolgreich agiert haben - über ein diszipliniertes Defensivverhalten und schnelles Umschalten die Offensivkräfte gezielt in Szene zu setzen. Dass der Aufsteiger durch den Auftakterfolg gegen Hövelhof mit noch breiterer Brust anreisen wird, ist selbstverständlich und wird die Herausforderung für uns noch größer machen.

Liebe SuS-Fans, trotz der dürftigen Leitung haben wir bereits den angestrebten Zähler auf der Habenseite. Nun müssen im besten Falle drei weitere folgen. Betrachtet man das weitere Programm bis zur Mitte der ersten Serie, ist dieser nahezu Pflicht. Denn in Reihe geht es nach den ersten beiden Spielen gegen die vermeintlichen Topfavoriten auf die bis zu sechs Aufstiegsplätze. Wollen wir den Kontakt zu diesen nicht abreißen lassen, müssen wir auch gegen diese bestehen. Vornehmlich geht es darum, den Abstand zu den vier Abstiegsrängen zu wahren, bis die verletzten Spieler sämtlich zurückgekehrt sind. Sie sehen, dass spannende Wochen auf uns warten - auch wenn sich diese eher aus den vielen Fragezeichen ergründen. Der Druck ist sicher vorhanden. Helfen Sie alle der Mannschaft dabei, mit diesem dosiert umzugehen und diesen auf möglichst viele Schultern zu verteilen. Dann werden wir gemeinsam noch viel Freude an der Spielzeit 2011/2012, zu der ich Sie herzlich im Namen der Mannschaft und des Vereins begrüßen darf, bekommen."

Tim Probst (Reserve):

„Eine Woche noch, dann darf auch die Reserve endlich in das Ringen um die begehrten Meisterschaftspunkte eingreifen. Diese werden wir auch noch einmal intensiv nutzen müssen, um für das schwere Auftaktprogramm gewappnet sein. Nach dem Start gegen ein sicher nicht zu unterschätzendes Alstätte warten mit Oeding, Wessum und Wüllen gleich drei Meisterschaftsanwärter. Da wir unser eigenes Licht bewusst nicht unter den Scheffel stellen wollen, wollen wir diesen möglichst auf Augenhöhe begegnen. Dies wird kein Selbstläufer, haben wir mit den vier Spielern aus dem erweiterten Westfalenligakader doch einen nicht unerheblichen Substanzverlust zu kompensieren. Doch bin ich dennoch zuversichtlich: Zum einen haben einige junge Kaderspieler einen sichtbaren Sprung nach vorne gemacht, zum anderen können wir erneut einige hoch interessante Nachwuchsspieler einbauen. Wir halten folglich an unserer Philosophie fest und haben bewusst auf weitere externe Neuzugänge verzichtet. So setzen wir uns nicht unnötig unter Druck. Ziel ist es, die Spieler weiterzuentwickeln und an die erste Mannschaft heranzuführen. Zudem werden wir sicher wieder einigen Akteuren aus dem erweiterten Kader der Ersten Spielpraxis schenken. Wie schon im Vorjahr werden wir diese abermals unkompliziert integrieren und die Durchlässigkeit fördern. Aber abgesehen von der individuellen Entwicklung brauchen wir uns als geschlossene Einheit vor der Konkurrenz nicht verstecken. Ein Platz im oberen Tabellendrittel sollte möglich sein - insbesondere, wenn wir unsere fast schon obligatorischen Schwächephasen abstellen. Das Trainingslager in Münster am vergangenen Wochenende hat mir gezeigt, dass sich das Team schon gefunden hat und an einem Strang zieht. Nun sollen Taten auf dem Platz folgen..."  

Mark van Almsick (Dritte/Vierte)

„Mit der „Bürde" der besten Platzierung einer dritten Mannschaft seit rund 15 Jahren sind wir in die Vorbereitung auf die neue Spielzeit gestartet. Natürlich ist dies überspitzt formuliert. Schließlich hatte ich die Messlatte von Beginn an hoch angesetzt - die Mannschaft hat diese überzeugend „übersprungen". Dafür gebührt ihr ein Lob - auf dem wir uns nun nicht ausruhen wollen. Alle B-Ligisten beginnen wieder bei Null und gerade die vielen ersten Mannschaften, mit denen wir uns nun messen dürfen, wollen zurück in die erste Kreisklasse. Diesen stehen sicher andere Mittel zur Verfügung als einer Drittvertretung. Dennoch wollen wir uns der Aufgabe selbstbewusst stellen und streben erneut einen einstelligen Tabellenrang an. Sollte es wieder zu mehr reichen, nehmen wir dieses natürlich gerne an. Im Kader hat es einen nicht unerheblichen Umbruch gegeben. Die Vielzahl an Nachwuchsspielern habe ich ganz bewusst bei mir gehalten, um ihnen die Chance zu schenken, sich zu präsentieren. Dabei gab es natürlich Härtefälle. Mit der notwendigen Einrichtung einer vierten Mannschaft, für die sich die beiden erfahrenen Spieler Jörg Lanfer und Marcel Gabler dankenswerterweise verantwortlich zeichnen und mich so in meiner Arbeit deutlich unterstützen, geben wir den Spielern aus dem schon im Vorjahr sehr großen, erweiterten Kader die Möglichkeit, um Punkte die Schuhe zu schnüren - auch ein Dank für die gute Zusammenarbeit mit den Akteuren, deren Spielzeit im vergangenen Jahr deutlich zu kurz gekommen ist. Durch diese Konstellation kann ich nun natürlich konzentrierter und gezielter mit meinem Kernkader arbeiten. Die Tür bleibt selbstverständlich für jeden Spieler offen. Nur im Kollektiv über alle vier Mannschaften werden wir wieder erfolgreich sein."


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