Er war der Favorit und setzte sich am Ende auch relaitv souverän durch: Mit dem TuS Hiltrup kann der SuS Stadtlohn einen ehemaligen Weggefährten zurück in der Westfalenliga begrüßen. Die Aufstiegseuphorie bekam allerdings zunächst einen Kratzer. Meistertrainer Thomas Fuchtmann trat überraschend aus beruflichen Gründen zurück - mit Andre Kruphölter war schnell ein ausgewiesener Fachmann als Nachfolger gefunden. Als eine der ersten Mannschaften überhaupt nahm der TuS Ende Juni die Vorbereitung auf - dabei nahezu der gesamte Aufstiegskader. Neben talentierten Nachwuchskräften gesellte sich mit Alexander Nowitzki (Borussia Emsdetten) ein sehr erfahrener Mann dazu. Dieser verletzte sich allerdings schwer am Knie, so dass der TuS sich schnell noch auf die Suche nach einem Ersatz machte - und fündig wurde. Mit Gunvald Herding verpflichtete man in Münster einen in Stadtlohn bekannten Offensivmann vom VfL Wolbeck nach. Damit nicht genug: Später gesellte sich mit dem Brasilianer Rodrigo Cesar Martins ein erfahrener Mittelfeldspieler vom FC Gossau (Schweiz) hinzu, der zuvor bereits höherklassig beim SV Lippstadt, SC Pfullendorf und Wacker Burghausen gespielt hatte. Ziel war es, schnell in der neuen Liga anzukommen. Dass der TuS seit dem vergangenen Spieltag auf einem Abstiegsrang verharrt, liegt unter anderem an einem ausgewiesenen Verletzungspech, das mit Yannick Gieseler jüngst auch einen der Stützen getroffen hat. Neben Gieseler verfügt der TuS mit Tim Hagedorn, Oliver Logermann, Ulrich Kockmann, Robin Paton, Björn Schunke oder auch Lennart Lüke über reichtlich gestandene Kräfte. Ein weiterer Grund für die aktuelle Misere ist die Vielzahl an Unentschieden.
Stadtlohns Trainer Jörg Thor steht der gleiche Kader wie in der Vorwoche zur Verfügung. Nico Klein-Günnewick wird weiterhin fehlen.
(o.v.l.)
Physiotherapeut David Krichel, Sören Velling, Tim Bothen, Patrick Gockel,
Christoph Lübke, Martin Lambert, Oliver Logermann, Alexander Nowitzki, Tim
Hagedorn, Sportleiter Rolf Neuhaus.
(M.v.l.):
Abteilungsleiter Epi
Bördemann, Dr. Martin Rissmann, Präsident Georg Berding, Trainer Andree
Kruphölter, Co-Trainer Frank Plagge, Jonas Kreutzer, Daniel Bothen, Patrick
Günner, Djogo Castro, Jannik Homann, Torwarttrainer Andreas Daweke, Betreuer
Walter Hesselmann, Thomas Hartmann (BASF), Bezirksbürgermeister Joachim
Schmidt.
(u.v.l.):
Jahja Raed, David Gorzon,
Hendrik Kalthoff, Robin Paton, Lennart Lüke, Romain Böcker, Whitson Ferreira
dos Santos, Sven Kleine-Wilke, Björn Schunke, Frederic Böhmer.
Der
TuS Hiltrup in der Spielzeit 2011/2012
Zugänge: Alexander
Nowitzki (Borussia Emsdetten), Sören Velling (GW Gelmer), Jonas Kreutzer (TSV
Handorf), Daniel Gorzon (Arminia Bielefeld U19), Gunvald Herdin (VfL Wolbeck),
Rodrigo Cesar Martins (FC Gossau/Schweiz).
Abgänge: Matthias Gerigk (SV Drensteinfurt), Andreas Fröbel
(BSV Roxel).
Der 15./17. Spieltag
Westfalenliga
SuS
Stadtlohn : TuS
Hiltrup
Sonntag, 4. Dezember, 14.30 Uhr
SR: Schäfer, Benjamin // Gaffke, Christian // Höing, Kai
hülsta-Sportpark // Uferstraße / Am Losbergpark // 48703 Stadtlohn
Kreisliga A
FC
Epe : SuS
Stadtlohn II
Sonntag, 4. Dezember, 14.30 Uhr
SR:
Bockwinkel, Tobias
Bülten (Hauptplatz, Rasen) // Nienborger Damm // 48599
Gronau (Westf.)
Kreisliga B
SuS
Stadtlohn III : SG
Gronau II
Sonntag, 4. Dezember, 13 Uhr
SR:
Kellermann, Berthold
Losbergpark 1 // Uferstraße /Am Losbergpark // 48703 Stadtlohn
Kreisliga
D2
ASV
Ellewick III : SuS
Stadtlohn IV
Sonntag, 4. Dezember, 12.30 Uhr
SR: Schmitz, Markus
Die aktuelle Meinung unserer Trainer:
Jörg Thor (Westfalenligamannschaft):
Maßgeblichen Anteil am aktuellen Aufwärtstrend hat - neben den vorerst
ausgestandenen Personalproblemen - das Defensivverhalten im gesamten Team.
Nachdem wir gegen Rheine einige bange Situationen zu überstehen hatten, war die
Rückwärtsbewegung Garant für den Erfolg. Der mutlose und taktischen Zwängen
geschuldete Auftritt im Derby gegen Vreden zeigte zunächst noch eine Wirkung -
mit dem Führungstreffer löste sich dann die Anspannung. Was gestiegenes
Selbstvertrauen dann im Fußball bewirken kann, zeigte sich in den verbleibenden
60 Minuten. Jeder Stadtlohner Spieler wurde augenblicklich einen „ganzen Kopf
größer", der verunsicherte Gegner knickte völlig ein. Und wie gut die
Mannschaft Fußball spielen kann, wenn sie an sich glaubt, dass hat - so denke
ich - jeder der anwesenden Fußballfreunde gesehen. Dass mit Nils Temme
ausgerechnet der ins kalte Wasser geworfene A-Junior sämtliche drei Treffer
beisteuert, ist natürlich ein interessanter Begleitumstand - entscheidend sind
in unserer Situation aber die drei Punkte. In Abstimmung mit der
Jugendabteilung wird Nils Temme ab sofort die A-Junioren in den wichtigen
Spielen gegen die Mitkonkurrenten um den Klassenerhalt unterstützen. Den Anfang
hat die A-Jugend ja in Erkenschwick gemacht. So soll es weitergehen.
In Dorsten erwarteten wir einen weiteren Tabellennachbarn. Durchaus bewusst
sind wir abwartend in die Partie gegangen, so dass sich vor der Pause ein von
der Taktik geprägtes Spiel entwickelte. In dem Wissen, defensiv aktuell gut zu
stehen, wollten wir geduldig auf unsere Chance warten - und nutzten diese
gleich nach der Pause zur Führung. Auch vom zwischenzeitlichen Ausgleich haben
wir uns nicht - wie vielleicht zu Beginn der Saison des Öfteren - beeindrucken
lassen und konzentriert weitergespielt. Der Sieg war am Ende von allen Seiten
bestätigt verdient - im Grunde haben wir es unnötig spannend gemacht. Nun
avancierte mit dem Duo Matthias Uphues und Jordy Kosten die geballte
Defensiverfahrung zum Matchwinner - ein Zeichen für eine zunehmende Balance
Spiel.
Jetzt haben wir zwei weitere Partien gegen Mitkonkurrenten um den Klassenerhalt
vor der Brust. Vor dem Spiel in Dorsten hatten wir auf sieben Punkte aus den
verbleibenden drei Spielen spekuliert, nun ist diese Option absolut intakt.
Dennoch warne ich weiter davor, die Lage zu unterschätzen. Die direkten Duelle
bieten auf der einen Seite eine große Chance, auf der anderen allerdings auch
eine Gefahr. Niederlagen tun in diesen doppelt weh. Entsprechend werden wir uns
genauso konzentriert vorbereiten wie vor jedem anderen Spiel. Unser Gast aus
Hiltrup, dessen Vertreter ich herzlich in Stadtlohn begrüße, hat sicher das
Zeug dazu, in der Westfalenliga eine ordentliche Rolle zu spielen. Das Gros der
Spieler kennt dieses Niveau. Darauf werden wir uns einstellen. Wie schon in Dorsten
könnte uns ein Geduldsspiel erwarten, an dessen Ende wir natürlich gerne
punkten wollen, im besten Fall natürlich dreifach. Für Ihre Unterstützung,
liebe SuS-Anhänger, bedanke ich mich jetzt schon."
Tim Probst (Reserve):
"Die Berg- und Talfahrt der Reserve setzt sich leider auch in dieser Saison fort. Nachdem die Hoffnungen nach dem Derbysieg gegen die DJK intakt waren, vielleicht doch noch einmal einen Angriff auf die Spitzengruppe starten zu können, so müssen wir uns von diesem Gedanken nach den Niederlagen in Lünten und gegen den TSV Ahaus verabschieden. Beide Pleiten waren in gewisser Hinsicht verdient wie vermeidbar. Sicher kann man bei einer erfahrenen Mannschaft wie Lünten knapp verlieren, eine derart deutliche Heimniederlage wie gegen den Aufsteiger darf sich eine Stadtlohner Reserve aber nicht erlauben. Auch das einsetzende Verletzungspech darf nicht als Ausrede herhalten, sich gerade vor dem Seitenwechsel in einem so desolaten Zustand zu präsentieren. In Unterzahl konnten wir nach der Pause im Grunde allein noch Schadensbegrenzung betreiben. Natürlich muss sich jeder nach diesem Spiel hinterfragen - die gesetzten Akteure wie auch diejenigen Spieler, die in jüngerer Vergangenheit womöglich nicht ganz so viel Spielzeit und nun eine Chance bekommen haben. Mit den Spielen in Epe und Alstätte warten jetzt noch zwei echte Herausforderungen, in denen die Mannschaft beweisen kann, dass sie am Sonntag weit unter ihren Möglichkeiten geblieben ist. Gerade angesichts der Personalprobleme muss die Mannschaft nun beißen und Zähne zeigen. Dann können wir womöglich doch noch einen versöhnlichen Jahresabschluss feiern."
Mark van Almsick (Dritte):
„Die dritte Mannschaft macht weiter wichtige Erfahrungen auf dem langen Weg, sich im Mittefeld der zweiten Kreisklasse zu stabilisieren. Gegen Ahle zeigte die Mannschaft eine tolle Moral - wurde am Ende allerdings nicht ganz für den hohen Aufwand belohnt. Mit dem Remis gegen einen Gegner aus dem oberen Drittel konnte ich dennoch leben. Die Packung in Epe hat uns dann hingegen gezeigt, dass das spielfreie Wochenende der Mannschaft scheinbar nicht gut getan hat. Die zuletzt so vorbildliche Einstellung fehlte vom Anstoß weg. Diese Auftritte und Rückschläge gestehe ich der jungen Mannschaft natürlich zu - wenn sie ihre Lehren daraus zieht. Ob sie diesem Anspruch gerecht werden kann, wird sich nun in zwei Auftritten vor heimischem Publikum zeigen. Gegen die Zweitvertretungen der SG Gronau und des VfB Alstätte dürfen wir uns durchaus einiges ausrechnen. Insbesondere gegen den Aufsteiger aus Alstätte haben wir aus dem Hinspiel noch eine Rechnung offen. Am ersten Spieltag sind wir dort komplett auf dem falschen Fuß erwischt worden."








