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Der 17. Spieltag in der Saison 2011 12
Weiter in kleinen Schritten denken

Er war der Favorit und setzte sich am Ende auch relaitv souverän durch: Mit dem TuS Hiltrup kann der SuS Stadtlohn einen ehemaligen Weggefährten zurück in der Westfalenliga begrüßen. Die Aufstiegseuphorie bekam allerdings zunächst einen Kratzer. Meistertrainer Thomas Fuchtmann trat überraschend aus beruflichen Gründen zurück - mit Andre Kruphölter war schnell ein ausgewiesener Fachmann als Nachfolger gefunden. Als eine der ersten Mannschaften überhaupt nahm der TuS Ende Juni die Vorbereitung auf - dabei nahezu der gesamte Aufstiegskader. Neben talentierten Nachwuchskräften gesellte sich mit Alexander Nowitzki (Borussia Emsdetten) ein sehr erfahrener Mann dazu. Dieser verletzte sich allerdings schwer am Knie, so dass der TuS sich schnell noch auf die Suche nach einem Ersatz machte - und fündig wurde. Mit Gunvald Herding verpflichtete man in Münster einen in Stadtlohn bekannten Offensivmann vom VfL Wolbeck nach. Damit nicht genug: Später gesellte sich mit dem Brasilianer Rodrigo Cesar Martins ein erfahrener Mittelfeldspieler vom FC Gossau (Schweiz) hinzu, der zuvor bereits höherklassig beim SV Lippstadt, SC Pfullendorf und Wacker Burghausen gespielt hatte. Ziel war es, schnell in der neuen Liga anzukommen. Dass der TuS seit dem vergangenen Spieltag auf einem Abstiegsrang verharrt, liegt unter anderem an einem ausgewiesenen Verletzungspech, das mit Yannick Gieseler jüngst auch einen der Stützen getroffen hat. Neben Gieseler verfügt der TuS mit Tim Hagedorn, Oliver Logermann, Ulrich Kockmann, Robin Paton, Björn Schunke oder auch Lennart Lüke über reichtlich gestandene Kräfte. Ein weiterer Grund für die aktuelle Misere ist die Vielzahl an Unentschieden.

Stadtlohns Trainer Jörg Thor steht der gleiche Kader wie in der Vorwoche zur Verfügung. Nico Klein-Günnewick wird weiterhin fehlen.


    (o.v.l.) Physiotherapeut David Krichel, Sören Velling, Tim Bothen, Patrick Gockel, Christoph Lübke, Martin Lambert, Oliver Logermann, Alexander Nowitzki, Tim Hagedorn, Sportleiter Rolf Neuhaus.
(M.v.l.):
Abteilungsleiter Epi Bördemann, Dr. Martin Rissmann, Präsident Georg Berding, Trainer Andree Kruphölter, Co-Trainer Frank Plagge, Jonas Kreutzer, Daniel Bothen, Patrick Günner, Djogo Castro, Jannik Homann, Torwarttrainer Andreas Daweke, Betreuer Walter Hesselmann, Thomas Hartmann (BASF), Bezirksbürgermeister Joachim Schmidt.
(u.v.l.):
Jahja Raed, David Gorzon, Hendrik Kalthoff, Robin Paton, Lennart Lüke, Romain Böcker, Whitson Ferreira dos Santos, Sven Kleine-Wilke, Björn Schunke, Frederic Böhmer.

Der TuS Hiltrup in der Spielzeit 2011/2012
Zugänge:
Alexander Nowitzki (Borussia Emsdetten), Sören Velling (GW Gelmer), Jonas Kreutzer (TSV Handorf), Daniel Gorzon (Arminia Bielefeld U19), Gunvald Herdin (VfL Wolbeck), Rodrigo Cesar Martins (FC Gossau/Schweiz).
Abgänge:
Matthias Gerigk (SV Drensteinfurt), Andreas Fröbel (BSV Roxel).

Der 15./17. Spieltag

Westfalenliga
SuS Stadtlohn : TuS Hiltrup
Sonntag, 4. Dezember, 14.30 Uhr
SR: Schäfer, Benjamin // Gaffke, Christian // Höing, Kai
hülsta-Sportpark // Uferstraße / Am Losbergpark // 48703 Stadtlohn

Kreisliga A
FC Epe : SuS Stadtlohn II
Sonntag, 4. Dezember, 14.30 Uhr
SR: Bockwinkel, Tobias
Bülten (Hauptplatz, Rasen) // Nienborger Damm // 48599 Gronau (Westf.)

Kreisliga B
SuS Stadtlohn III : SG Gronau II
Sonntag, 4. Dezember, 13 Uhr
SR: Kellermann, Berthold
Losbergpark 1 // Uferstraße /Am Losbergpark // 48703 Stadtlohn

Kreisliga D2
ASV Ellewick III : SuS Stadtlohn IV
Sonntag, 4. Dezember, 12.30 Uhr
SR: Schmitz, Markus

Die aktuelle Meinung unserer Trainer:

Jörg Thor (Westfalenligamannschaft):

"Schritt für Schritt arbeitet sich die Westfalenligamannschaft aus dem Tabellenkeller heraus. Nachdem bereits bei den Niederlagen gegen Spexard und Delbrück Fortschritte in Sachen Stabilität unverkennbar gewesen waren, setzt die Mannschaft die positive Entwicklung nun auch in Punkte um - in dieser Form auch für mich nicht unbedingt zu erwarten, aber ein Signal für akribische Arbeit. Bis zum Winter wollen wir nun in den verbleibenden zwei Heimspielen die Basis für eine stabilere Rückserie legen.

Maßgeblichen Anteil am aktuellen Aufwärtstrend hat - neben den vorerst ausgestandenen Personalproblemen - das Defensivverhalten im gesamten Team. Nachdem wir gegen Rheine einige bange Situationen zu überstehen hatten, war die Rückwärtsbewegung Garant für den Erfolg. Der mutlose und taktischen Zwängen geschuldete Auftritt im Derby gegen Vreden zeigte zunächst noch eine Wirkung - mit dem Führungstreffer löste sich dann die Anspannung. Was gestiegenes Selbstvertrauen dann im Fußball bewirken kann, zeigte sich in den verbleibenden 60 Minuten. Jeder Stadtlohner Spieler wurde augenblicklich einen „ganzen Kopf größer", der verunsicherte Gegner knickte völlig ein. Und wie gut die Mannschaft Fußball spielen kann, wenn sie an sich glaubt, dass hat - so denke ich - jeder der anwesenden Fußballfreunde gesehen. Dass mit Nils Temme ausgerechnet der ins kalte Wasser geworfene A-Junior sämtliche drei Treffer beisteuert, ist natürlich ein interessanter Begleitumstand - entscheidend sind in unserer Situation aber die drei Punkte. In Abstimmung mit der Jugendabteilung wird Nils Temme ab sofort die A-Junioren in den wichtigen Spielen gegen die Mitkonkurrenten um den Klassenerhalt unterstützen. Den Anfang hat die A-Jugend ja in Erkenschwick gemacht. So soll es weitergehen.

In Dorsten erwarteten wir einen weiteren Tabellennachbarn. Durchaus bewusst sind wir abwartend in die Partie gegangen, so dass sich vor der Pause ein von der Taktik geprägtes Spiel entwickelte. In dem Wissen, defensiv aktuell gut zu stehen, wollten wir geduldig auf unsere Chance warten - und nutzten diese gleich nach der Pause zur Führung. Auch vom zwischenzeitlichen Ausgleich haben wir uns nicht - wie vielleicht zu Beginn der Saison des Öfteren - beeindrucken lassen und konzentriert weitergespielt. Der Sieg war am Ende von allen Seiten bestätigt verdient - im Grunde haben wir es unnötig spannend gemacht. Nun avancierte mit dem Duo Matthias Uphues und Jordy Kosten die geballte Defensiverfahrung zum Matchwinner - ein Zeichen für eine zunehmende Balance Spiel.

Jetzt haben wir zwei weitere Partien gegen Mitkonkurrenten um den Klassenerhalt vor der Brust. Vor dem Spiel in Dorsten hatten wir auf sieben Punkte aus den verbleibenden drei Spielen spekuliert, nun ist diese Option absolut intakt. Dennoch warne ich weiter davor, die Lage zu unterschätzen. Die direkten Duelle bieten auf der einen Seite eine große Chance, auf der anderen allerdings auch eine Gefahr. Niederlagen tun in diesen doppelt weh. Entsprechend werden wir uns genauso konzentriert vorbereiten wie vor jedem anderen Spiel. Unser Gast aus Hiltrup, dessen Vertreter ich herzlich in Stadtlohn begrüße, hat sicher das Zeug dazu, in der Westfalenliga eine ordentliche Rolle zu spielen. Das Gros der Spieler kennt dieses Niveau. Darauf werden wir uns einstellen. Wie schon in Dorsten könnte uns ein Geduldsspiel erwarten, an dessen Ende wir natürlich gerne punkten wollen, im besten Fall natürlich dreifach. Für Ihre Unterstützung, liebe SuS-Anhänger, bedanke ich mich jetzt schon."

Tim Probst (Reserve):

"Die Berg- und Talfahrt der Reserve setzt sich leider auch in dieser Saison fort. Nachdem die Hoffnungen nach dem Derbysieg gegen die DJK intakt waren, vielleicht doch noch einmal einen Angriff auf die Spitzengruppe starten zu können, so müssen wir uns von diesem Gedanken nach den Niederlagen in Lünten und gegen den TSV Ahaus verabschieden. Beide Pleiten waren in gewisser Hinsicht verdient wie vermeidbar. Sicher kann man bei einer erfahrenen Mannschaft wie Lünten knapp verlieren, eine derart deutliche Heimniederlage wie gegen den Aufsteiger darf sich eine Stadtlohner Reserve aber nicht erlauben. Auch das einsetzende Verletzungspech darf nicht als Ausrede herhalten, sich gerade vor dem Seitenwechsel in einem so desolaten Zustand zu präsentieren. In Unterzahl konnten wir nach der Pause im Grunde allein noch Schadensbegrenzung betreiben. Natürlich muss sich jeder nach diesem Spiel hinterfragen - die gesetzten Akteure wie auch diejenigen Spieler, die in jüngerer Vergangenheit womöglich nicht ganz so viel Spielzeit und nun eine Chance bekommen haben. Mit den Spielen in Epe und Alstätte warten jetzt noch zwei echte Herausforderungen, in denen die Mannschaft beweisen kann, dass sie am Sonntag weit unter ihren Möglichkeiten geblieben ist. Gerade angesichts der Personalprobleme muss die Mannschaft nun beißen und Zähne zeigen. Dann können wir womöglich doch noch einen versöhnlichen Jahresabschluss feiern."

Mark van Almsick (Dritte):

„Die dritte Mannschaft macht weiter wichtige Erfahrungen auf dem langen Weg, sich im Mittefeld der zweiten Kreisklasse zu stabilisieren. Gegen Ahle zeigte die Mannschaft eine tolle Moral - wurde am Ende allerdings nicht ganz für den hohen Aufwand belohnt. Mit dem Remis gegen einen Gegner aus dem oberen Drittel konnte ich dennoch leben. Die Packung in Epe hat uns dann hingegen gezeigt, dass das spielfreie Wochenende der Mannschaft scheinbar nicht gut getan hat. Die zuletzt so vorbildliche Einstellung fehlte vom Anstoß weg. Diese Auftritte und Rückschläge gestehe ich der jungen Mannschaft natürlich zu - wenn sie ihre Lehren daraus zieht. Ob sie diesem Anspruch gerecht werden kann, wird sich nun in zwei Auftritten vor heimischem Publikum zeigen. Gegen die Zweitvertretungen der SG Gronau und des VfB Alstätte dürfen wir uns durchaus einiges ausrechnen. Insbesondere gegen den Aufsteiger aus Alstätte haben wir aus dem Hinspiel noch eine Rechnung offen. Am ersten Spieltag sind wir dort komplett auf dem falschen Fuß erwischt worden."


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