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Der 14. Spieltag in der Saison 2011 12
Es ist Derby-Zeit!

Nach vier Jahren Abstinenz kommt es in der Westfalenliga 1 endlich wieder zum Duell der beiden im westlichen Münsterland beheimateten Mannschaften vom SuS Stadtlohn und von der SpVgg Vreden. Dass sich die Fußballanhänger der Region darauf freuen dürfen, ist einem rasanten Endspurt der SpVgg in der abgelaufenen Landesliga-Spielzeit zu verdanken. Die Viktoria aus Heiden, die lange den zweiten Relegationsplatz hinter dem TuS Hiltrup für sich beanspruchen hatte können, wurde im letzten Moment noch abgefangen. Aufgrund einer günstigen Konstellation mussten die Blau-Gelben dann auch allein ein Relegationsspiel bestreiten. Dank zweier Treffer von Bastian Bone wurde dieses mit 2:1 in Dorsten gegen den Hasper SV gewonnen. Die Rückkehr in die Westfalenliga war perfekt. Als Ziel für die Premierensaison wurde alsdann ein Rang im gesicherten Mittefeld ausgegeben. Nach mehr als einem Drittel der Spielzeit hat die Mannschaft von Trainer Michael Kämer diese Vorgaben respektabel umgesetzt – und dies, obwohl aktuell mit unter anderem Sebastian Hahn oder auch Mike Holtheuer gestandene Oberligaspieler langfristig ersetzt werden müssen. Auch sonst muss Kämer Woche für Woche improvisieren. Das Team macht aus diesem Umstand das Beste und setzt im Kollektiv auf die Grundtugenden des Fußballs – und lässt dabei immer wieder die fußballerischen Qualitäten aufblitzen. So hamstert die Mannschaft Punkt für Punkt auf dem Weg zum sicheren Klassenerhalt. Michael Kämer konnte das Grundgerüst des Aufstiegskaders halten und hat dieses gezielt mit jungen, hungrigen Kickern ergänzt – darunter mit Niklas Grubbe, Jens Reimann, Daniel Ebbing und Andre Hippers gleich mit vier Spielern vom Gastgeber SuS Stadtlohn. Sie reihen sich nahtlos in die Vielzahl ehemaliger Fußballer vom Losberg ein, die am Sonntag ein Wiedersehen mit vielen früheren Mitspielern feiern.

Die SpVgg Vreden in der Spielzeit 2011/2012

Zugänge: Jens Rossmöller (Eintracht Rheine), Jens Reimann, Niklas Grubbe (beide A-Jugend SuS Stadtlohn), Daniel Ebbing, Andre Hippers (beide SuS Stadtlohn), Dennis Seeger (RC Borken-Hoxfeld), Tobias Hemling (aktueller A-Junior).

Abgänge: Ali El Abbas (Borussia Bocholt), Christian Kottig (FC Epe), Marcel Räckers (SV Burlo), Sven Elsbeck (Trainer RC Borken-Hoxfeld), Patrick Elsbeck (SV Burlo), Georg Geers (VfL Rhede).

Tor: Christian Wissing, Stefan Thiemann.
Abwehr: Jörg Bengfort, Jens Rossmöller, Markus Banken, Sebastian Hahn, Sebastian Abbing, Paolo Alduk, Tobias Hemling.
Mittelfeld:
Daniel Terbeck, Michael Rossmöller, Andre Hippers, Jens Reimann, Niklas Grubbe, Dennis Seeger, Holger Martha.
Angriff:
Yuzuru Okuyama, Daniel Ebbing, Christoph Hemling, Mike Holtheuer, Bastian Bone, Ken Kirchhoff.
Trainer: Michael Kämer (2. Jahr).

Die aktuelle Meinung unserer Trainer

Jörg Thor (Westfalenligamannschaft):
"Der Knoten ist geplatzt: Mit dem zweiten Saisonsieg beim Hövelhofer SV hat der SuS Stadtlohn rechtzeitig vor dem Derby gegen die SpVgg Vreden Selbstvertrauen getankt. Die Initialzündung hat dabei sicherlich der frühe Führungstreffer durch Niklas Hilgemann ausgelöst. Ich bin mir sicher: Wäre uns in Spexard oder gegen Delbrück ähnliches gelungen, wir hätten sicher schon den ein oder anderen Zähler mehr verbucht.

Wir müssen die Situation nun aber so hinnehmen, wie sie ist. Wichtig ist es, dass die Mannschaft wieder einmal das Gefühl erleben durfte, zu führen, einen Sieg einzufahren und sich für eine hohe Bereitschaft zu belohnen. Anders ausgedrückt: Wir haben einen Gegner im Grunde mit den eigenen Waffen geschlagen und am Ende auch richtig gut Fußball gespielt. Damit haben wir einen weiteren Schritt im Entwicklungsprozess gemacht - nicht mehr, aber auch nicht weniger. Wer sich mit dem Fußball beschäftigt, der weiß, welche Kräfte ein derartiger Erfolg freisetzen kann. Auch wenn die Stimmungslage stets gut war, so sollte sich diese nun auch auf das Spielfeld übertragen. Wenn wir weiter so intensiv arbeiten, dann wird sich das Glück des Tüchtigen auch dem SuS Stadtlohn schnell wieder zukehren.

Schließlich müssen bis zum Winter noch einige weitere Schritte folgen. Der Anschluss zum unteren Tabellenmittelfeld ist sicher noch intakt, kann aber ebenso schnell wieder abreißen. Dies dürfen wir bei aller einsetzenden Euphorie nicht vergessen. Der Sieg in Hövelhof war „überlebenswichtig“ – er wird aber nicht viel wert sein, wenn in den kommenden Duellen gegen Mitkonkurrenten nicht nachgelegt wird. Mit dieser Vorgabe gehen wir nun auch in das Derby gegen die SpVgg Vreden, die unter der Anleitung meines Kollegen Michael Kämer eine beachtliche Entwicklung genommen hat. Trotz vieler personeller Probleme setzt das Team dank geschlossener Auftritte immer wieder Ausrufungszeichen. Die Platzierung im Mittelfeld der Tabelle hat sich die Mannschaft mehr als verdient. Dennoch: Als Gastgeber und gestandener Westfalenligist muss es unser Ziel sein, die Punkte am Ort zu halten, um endlich auch das heimische Publikum für die Geduld und Unterstützung zu belohnen. Wenn wir an den zuletzt gezeigten Leistungen ansetzen, dann wird uns das auch gelingen.

Für mich ist dieses Derby in der Position des Hauptverantwortlichen eine Premiere. Obwohl es in unserer Situation quasi „nur“ eines von vielen richtungsweisenden Spielen ist, so spürt man doch schon das gewisse Kribbeln bei den Spielern und im Umfeld. Wir alle freuen uns darauf, endlich wieder einem Derby auf diesem hohen Niveau beiwohnen zu dürfen. Die Aktiven werden in dieser Konstellation sicher darauf aus sein, dem großen Publikum ein intensives Spiel zu bieten. Nun hoffen wir alle, dass auch die Kulisse ihren Teil dazu beitragen wird. Dazu begrüße ich insbesondere unsere Freunde und Gäste aus Vreden, für die diese Partie nach einigen Landesliga-Spielzeiten sicher auch etwas Besonderes sein wird – nicht allein, weil viele Spieler schon das Trikot beider Vereine getragen haben.

Ein sportlich faires und spannendes Fußballspiel wünsche ich Ihnen allen."


Tim Probst (Reserve):
"Trotz des Einbruchs mit der Niederlage beim SC Südlohn ist der Trend der Reserve noch intakt. Beim 1:0 in einem sehr intensiven Fußballspiel gegen kampfstarke Ammeloer hat die Mannschaft gezeigt, dass sie aus den Fehlern, von denen sie in Südlohn zu viele gemacht hat, gelernt hat. Nach den Siegen in Gronau und Ahaus II hatte die Mannschaft wohl gedacht, dass vieles von alleine geht. Aber: Wenn jeder trotz offensichtlich mehr Qualität zehn Prozent weniger investiert, dann gewinnt man in dieser Kreisliga kein Spiel. Daran habe ich die Mannschaft vor dem Spiel gegen Ammeloe erinnert – und scheinbar auch die Köpfe der Spieler erreicht. Gegen einen schwer zu spielenden Gegner hat sie sich mit einem knappen Sieg für den hohen Aufwand belohnt. Eine ähnliche Leistung muss das Team nun auch im Derby bei der Eintracht abrufen. Die DJK ist auf jeden Zähler angewiesen und wird entsprechend motiviert in die Partie gehen. Da aber auch wir noch einige Punkte auf unser Konto buchen wollen, um im Winter nicht im grauen Mittelmaß versunken zu sein, dürfen sich die Zuschauer auf ein interessantes Ortsduell freuen. Mit der Verlegung auf den Samstag, um dem „großen Derby“ am Sonntag aus dem Weg zu gehen, sind beide Seiten sicher auch auf die vielen Fußballinteressierten in der Region zugegangen, so dass eine große Kulisse zu erwarten sein darf."


Mark van Almsick (Dritte):
"Die dritte Mannschaft hat ihren Teil zu den aktuellen Derby-Wochen bereits beigetragen. Im Duell mit der DJK Eintracht II siegte das Team am Ende leistungsgerecht mit 3:1. Sie verdiente sich diese drei Punkte durch eine enorme Einsatzbereitschaft. Diese hatte sie schon in der Woche zuvor gegen die Erstvertretung des FC Vreden gezeigt. Leider wurde dieses Engagement denkbar knapp nicht belohnt. Mit diesen Leistungen befinden wir uns in jedem Fall auf einem guten Weg. Die Mannschaft hat gemerkt, dass sie auch im Training mehr abrufen muss, um Sonntag für Sonntag am Limit spielen zu können. Mit den vergangenen beiden Spielen hat die junge Mannschaft zweifellos unter Beweis gestellt, dass sie jederzeit eine gute Rolle spielen kann. Dazu erwarte ich allerdings ein hohes Maß an Einsatz nicht nur im Spiel, sondern kontinuierlich auch im Training. Mit der SpVgg Vreden III kommt nun am Freitag ein Gast an den Losberg, der uns alles abverlangen wird. Die Mannschaft kann beweisen, dass die jüngsten Auftritte keine Eintagsfliegen bleiben sollen, sondern dass eine gewisse Kontinuität in das Spiel einkehren soll."


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