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Der 12. Spieltag
Weitere drei Punkte im Visier

Mit vier Punkten aus den ersten beiden Heimspielen der Heimspielwochen liegt die Westfalenligamannschaft voll im Soll. Mit einem weiteren Erfolg könnten am Sonntag die anvisierten sieben Zähler erreicht werden. Gegen den Traditionsverein SpVgg Erkenschwick wartet sicher keine so leichte Aufgabe auf den SuS, wie es die Tabellenkonstellation vermuten lässt.

Von den großen Zeiten ist der Gast mittlerweile ziemlich weit entfernt. Ein Rückblick: Weit über das nördliche Ruhrgebiet hinaus bekannt wurde die SpVgg ab 1943, als sie unter dem Schalker Spieler Ernst Kuzorra (Trainer von 1942-1946) den Aufstieg in die höchste Spielklasse, die Gauliga 9 (Westfalen), schaffte. Bis 1953 blieb sie durchgehend erstklassig. 1947 wurde Erkenschwick durch einen 5:0-Sieg bei Alemannia Aachen allererster Tabellenführer der neu gegründeten Oberliga West und gewann am 4. Oktober 1947 auch in der Glückaufkampfbahn mit 2:1 - damit brachten die Schwarz-Roten dem FC Schalke 04, bei denen auch Erkenschwicks ehemaliger Trainer Ernst Kuzorra mitspielte, die erste Heimniederlage nach Kriegsende bei. Am Ende der ersten drei Spielzeiten bis 1950 belegte die Stimberg-Elf, die wie der SV Sodingen, die Sportfreunde Katernberg und einige andere aus lauter Bergleuten bestand, durchweg einstellige Tabellenplätze. Mit dem Abstieg 1953 endete die große Zeit dieses Vereins. In den folgenden drei Jahrzehnten spielte der Verein überwiegend zweit- und drittklassig. 1967 erreichte man das Achtelfinale des DFB-Pokals gegen Bayern München, 1969 stand man im Endspiel um die Deutsche Amateurmeisterschaft, verlor dies allerdings mit 1:2 gegen den SC Jülich 1910. Seit 1999 ist der Verein vom Stimberg nur noch viert-, von 2000 bis 2004 war er sogar fünftklassig. Durch den sportlichen Abstieg in der Saison 2007/08 und die Neuerschaffung der 3. Liga spielt die SpVgg Erkenschwick ab der Saison 2008/09 gar nur noch sechstklassig. Aufgrund von finanziellen Schwirigkeiten musste am 10. Juni dieses Jahres gar Insolvenz angemeldet werden. Dies führte auch zum Verlust nahezu des gesamten Oberligakaders der vergangenen Saison. Die Reserve wurde aus der Westfalenliga 2 abgemeldet, mit dessen Stamm versucht das Team nun einen Neuanfang in der Westfalenliga 1. Mit aktuell sechs Punkten belegt die Elf derzeit den vorletzten Tabellenrang. Die erwartet schwere Saison scheint sich zu bewahrheiten. Doch: Für die ein oder andere Überraschung hat die Elf von Jürgen Wielert, der jüngst erst den glücklosen Jürgen Klahs beerbte, auch bereits gesorgt. Doch lautet das Ziel des Teams, noch vor dem Winter die Abstiegsränge zu verlassen. Entsprechend ist mit einem Gegner zu rechnen, der mit allen Mitteln versuchen wird, die Wende zum Posititven in Stadtlohn einzuleiten.

Zu einem höchst interessanten Duell der Reservemannschaft reist der SuS Stadtlohn II zur SpVgg Vreden. Gegen den noch ungeschlagenen Spitzenreiter kann die Elf unter Beweis stellen, ob sie nun endlich auch gegen eine Top-Mannschaften bestehen kann. Im bisherigen Saisonverlauf ist man an diesen stets knapp gescheitert.

Ein echtes Spitzenspiel der dritten Kreisklasse können die Besucher des Ahauser Stadtparks am Sonntag erleben, wenn der Zweite, Eintracht Ahaus III, den souveränen Tabellenführer SuS Stadtlohn III erwartet. Für den SuS ist dies der Auftakt zu spannenden Wochen bis zum Winter, in denen entscheidend die Weichen für die Zukunft gestellt werden können.

Der 12. Spieltag

Westfalenliga
SuS Stadtlohn : SpVgg Erkenschwick
Sonntag, 2. November, 14.30 Uhr
SR: Schneider, Heiko // Danielsiek, Holger // Drescher, Irfan
hülsta-Sportpark // Uferstraße / Am Losbergpark // 48703 Stadtlohn

SpVgg Erkenschwick
Zugänge: Jürgen Laugallies, Roman Herholz, Mark Meuter, Lukas Wels, Max Böninghausen, Tim Brüggenkamp, Mark Mireinski, Benjamin Hernandez-Winter, Muhsin Kocagöz, Martin Kubitza, Mahyar Mulai, Pierre Luchtenfeld, Timo Ostdorf (alle eigene U23), Marvin Schurig, Igor Ljustina, Marvin Krupke, Mirko Grieß (alle eigene Jugend), Timo Vössing (SG Wattenscheid 09), Tobias Beckmann (SC Verl), Tobias Bockhoff (SV Vestia Disteln), Dario Ruzic (SV Sodingen), Raoul Loitsch (SW Röllinghausen).
Abgänge: Zouhair Allali, Nils Eisen und Martin Setzke (alle Westfalia Herne), Marcel Althaus (SC Wiedenbrück 2000), Christian Baron (während der Saison Pause aus gesundheitlichen Gründen), Marcel Damnitz (Karriereende), Salissou Emile (Vestia Disteln), Lasse Fischer-Riepe (FC Gütersloh 2000), Sascha Höhle (ETB SW Essen), Philipp Kasperidus (SV Lippstadt 08), Pascal Kurz (Ziel unbekannt), Gökhan Özdemir (SC Wiedenbrück 2000), Francis Bugri (Spfr. Lotte), David Sawatzki (BV Brambauer), Jan Schmidt (SV Schermbeck), Daniel Seidel (Preußen Münster II), Alexander Thamm (FC Schalke 04 II), Sebastian Westerhoff (VfL Bochum II); Rafael Maccauro, Volkan Kiral (beide SF Lotte).
Tor: Jürgen Laugallies, Timo Vössing, Raoul Roitsch
Abwehr: Thomas Falkowski, Roman Herholz, Mark Meuter, Lukas Wels, Max Böninghausen, Tobias Beckmann, Tim Brüggenkamp, Marc Mireinski
Mittelfeld: Arek Grad, Benjamin Hernandez-Winter, Muhsin Kocagöz, Martin Kubitza, Mahyar Mulai, Dennis Warncke, Marvin Schurig, Igor Ljustina, Marvin Krupke
Angriff: Pierre Luchtenfeld, Timo Ostdorf, Mirko Grieß, Tobias Bockhoff, Dario Ruzic, Arif Demirci
Trainer: Jürgen Wielert (für Jürgen Klahs nach dem 10. Spieltag gekommen)
Saisonziel: Klassenerhalt
Favorit: SC Wiedenbrück

Kreisliga A
SpVgg Vreden II : SuS Stadtlohn II
Sonntag, 2. November, 14.30 Uhr
SR: Schomberg, Dieter
Hamaland-Stadion // Ottensteiner Straße 64 // 48691 Vreden

Kreisliga C
Eintracht Ahaus III : SuS Stadtlohn II
Sonntag, 2. November, 15 Uhr
SR: Chmielek, Werner
Stadtpark Kunstrasen // Graeser Straße // 48683 Ahaus


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