In ihren Berichten auf dem Staffeltag der Westfaliga in Hüls zeigten sich sowohl Staffelleiter Hans-Dieter Schnippe als auch die Vertreter des Verbandsfußballausschusses, der Verbandsspruchkammer und des Verbandsschiedsrichterausschusses grundsätzlich zufrieden mit der abgelaufenen Spielzeit, der vorerst letzten unter dem Namen Verbandsliga. Insbesondere die reibungslose Zusammenarbeit mit den Vereinen wurde herausgestellt.
Staffelleiter Schnippe kündigte für die "künftige Vorzeigeliga" im Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen - die Westfalenliga löst die Oberliga Westfalen als ranghöchste Spielklasse im Verband ab (die NRW-Liga läuft unter dem Dach des Regionalverbandes WFLV) - die Einführung des elektronischen Spielberichts an. Ein Pilotprojekt sei in der abgelaufenen Saison bereits erfolgreich in der Landesliga 4 gelaufen. Obwohl zunächst noch auf freiwilliger Basis laufend sollten sich die Vereine doch darum bemühen, die notwenigen technischen Rahmenbedingungen (PC und Internetzugang) im Stadion zu schaffen und die Mannschaftsverantwortlichen entsprechend zu schulen.
Siegfried Hirche, Vorsitzender des Verbandsfußballausschusses, nahm die Kritik an den aktuellen Entwicklungen im Amateursport zur Kenntnis und bekannte sich der Gruppe zugehörig, die die Auflagen für die NRW-Liga als "zu hoch angesiedelt" sehen. Mehrheitsentscheidungen seien allerdings "für die Ewigkeit". Er kündigte an, dass die Westfalenliga auch in der Saison 2009/2010 mit 18 Mannschaften an den Start gehen werde, die Auf- und Abstiegsregelung (ein Auf-, vier Absteiger) sei entsprechend ausgestaltet worden. Die folgende Vorgehensweise betreffend müsse man die "weitere Entwicklung in den Ligen" abwarten.
Der großzügige und gewohnt spitzzüngige Gastgeber Horst Darmstätter (VfB Hüls), der die Meisterurkunde aus den Händen des Staffelleiters in Empfang nehmen durfte, brachte in seiner Eröffnungsrede seinen Unmut über die Entwicklungen im Amateursport noch einmal deutlich zum Ausdruck. Die Arbeitsgruppe des DFB, zu dessen Mitgliedschaft er als einer der Amateurvertreter "wie die Jungfrau zum Kinde" gekommen sei, sei eine reine "Alibiveranstaltung, da die Amateurvertreter eh kein Gehör finden". "Wenn ich noch einmal 20 Jahre jünger wäre, würde ich einen eigenen Verband gründen und Euch alle zur Gründungsversammlung in die Dortmunder Westfalenhalle einladen", so Darmstätters Statement.
Gleich sieben neue Mitglieder konnten auf dem Staffeltag begrüßt werden - Wiedenbrück, Rheine, Lippstadt, Erkenschwick und Ahlen II aus der Oberliga Westfalen, Dornberg und Nottuln aus der Landesliga. Schnippe erinnerte daran, dass mit Dornberg, Nottuln, Ahlen und Erlinghausen gleich vier Vereine Kunstrasen als Hauptspielfläche angemeldet hätten - entsprechende Ausweichplätze gebe es zudem in Brakel, Wiedenbrück und Erkenschwick.
Einzige gravierende Änderung bei den Durchführungsbestimmungen ist die Rückkehr zur Anstoßzeit 14.30 Uhr in den Monaten November bis Januar (bisher 14.15 Uhr). Eine Ausnahme bildeten die Partien bei GW Nottuln, da beim Aufsteiger erste Mannschaften ihre Heimspiele einem Gerichtsurteil nach erst ab 15 Uhr austragen dürfen - Anwohner hatten darauf geklagt. Regeländerungen die den Spielbetrieb direkt betreffen, sind keine zu verzeichnen.








