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Kreispokal: Aus in Rorup macht "Katastrophenwoche" perfekt

Kreispokal 2011/2012: Spielplan 

Verschlafener erster Spielhälfte vergeblich hinterhergelaufen
Nun hat auch der Wettbewerb um den „Krombacher Pokal" auf Kreisebene seine große Überraschung: Mit 0:1 ist der Titelverteidiger SuS Stadtlohn in Runde zwei beim Kreisligisten Brukteria Rorup ausgeschieden. Im ersten Durchgang zeigte der Westfalenligist eine planlose und viel zu passive Vorstellung. Die Hausherren zogen ihre Vorteile aus dem harten Untergrund des Tennenplatzes, der ein geordnetes Spiel nur bedingt zuließ. Routinier Andre Bertelsbeck hielt seine gut sortierte Defensivreihe beieinander, über den flinken Mirko Bertelsbeck wurde gezielt Konterchancen gesucht. Dem SuS gelang es nicht, das Tempo hoch zu halten und Druck aufzubauen - nicht zuletzt weil es dazu an der nötigen Staffelung und Laufbereitschaft fehlte, um die notwendigen Räume zu schaffen.

Kein Durchkommen für Markus Krüchting (2.v.l.), Hendrik Vennemann (3.v.l.) und Co.: Mit einer grundsoliden Spielweise verdienten sich Kapitän Stephan Brocks (Nr. 6) sowie die agilen Offensivkräfte Mirko Bertelsbeck (Nr. 7), Christian Siegburg (Nr. 10) und Christoph Gerding (Nr. 9) des Bezirksligaabsteigers Brukteria Rorup den Sieg. Der SuS hatte die Zügel zu spät angezogen.

Einzig Markus Krüchting blieb es vorbehalten, zwei halbwegs gefährliche Torabschlüsse zu verbuchen (25., 37.). Nachdem er schon einen ersten schnellen Gegenstoß initiiert hatte, den Christoph Gerding nicht erfolgreich abschloss (22.), setzte Mirko Bertelsbeck über eine entblößte linke Stadtlohner Abwehrseite Christian Siegburg entscheidend zur zu diesem Zeitpunkt nicht unverdienten Führung der Hausherren in Szene (35.). Vorausgegangen war ein Eckstoß des SuS. Und hätte Gerding direkt nach Wiederanpfiff beim Kopfball genauer gezielt, dass „Unternehmen Aufholjagd" wäre für den Favoriten noch schwerer geworden.

Routinier und Spielertrainer Andre Bertelsbeck (l.) hielt als klassischer Libero die Roruper Abwehr zusammen. Die SuSler kamen oft den sntscheidenden Schritt zu spät.

Doch auch so tat sich der SuS weiterhin schwer, obwohl er nach einer Stunde das Tempo deutlich erhöhte - und Chancen kreierte. Nico Klein-Günnewick verzog nach einer Kombination von Krüchting und Mario Beeke denkbar knapp (58.), Brukteria-Torsteher Lars Teichmann fischte einen Schuss von Andreas Herking aus dem Winkel (80.). Beeke war in der Folge sowohl mit einem Distanzschuss als auch mit einer Kopfball-Bogenlampe nur zweiter Sieger (81., 88) und auch im letzten Versuch nach schnell ausgeführtem Freistoß brachte Marcel Terhaar den Ball nicht über die Torlinie (90.). Mirko Bertelsbeck hätte bis dahin bereits den „Deckel" auf dieses Spiel setzen können (70., 83.). Er scheiterte allerdings an Torhüter Christoph Fork. Letztendlich wurde der SuS dafür bestraft, die Zügel zu spät angezogen zu haben.

Ausblick 2. Runde

Negativtrend stoppen
Die Gelegenheit, sich nach zwei heftigen Pleiten in Westfalenpokal und Meisterschaft Selbstvertrauen zu verschaffen, bekommt der Westfalenligist SuS Stadtlohn am Mittwoch, 24. August, 19 Uhr, im Zweitrundenspiel des Kreispokals bei Brukteria Rorup. 1:5 gegen Oestrich-Iserlohn, 1:4 gegen Gütersloh 2000: Binnen vier Tagen bekamen die Mannen von Trainer Frank Bajorath zuletzt ihre Grenzen aufgezeigt - und dies in allen Mannschaftsteilen.

Die unruhige Vorbereitungsphase mit zahlreichen Verletzungen schlägt nun zu Buche, die Mannschaft besitzt aktuell noch nicht die Stabilität, im Laufe eines Spiels zusetzen zu können. „Außerdem haben wir gerade in Gütersloh zu viel Respekt gezeigt - auch wann man die Überlegenheit des Gegners neidlos anerkennen muss. Wir müssen nun erst einmal sehen, wieder die Ordnung zu finden. Die kommenden Wochen werden nicht einfacher", blickt Bajorath voraus.

Diesbezüglich sollte der heutige Kreispokalauftritt eine willkommene Gelegenheit für den Titelverteidiger sein, den Spaß zurückzufinden. „Ein Alleingang ist nicht zu erwarten. Wir werden die Umstände, bei hohen Temperaturen auf einem Ascheplatz spielen zu spielen, annehmen müssen. Gelingt uns dies, werden wir unsere höhere Qualität auch ausspielen. Unser Ziel ist es natürlich, uns wieder für den Westfalenpokal zu qualifizieren", so Bajorath, der heute  wieder auf den zuletzt gesperrten Oliver Temelkov zurückgreifen kann.

Michael Gravermann hingegen hat sich in Gütersloh eine schmerzhafte Schienbein-Verletzung zugezogen. In Runde eins hatte der Bezirksligaabsteiger dem Ahauser Kreisligisten Union Wessum mit 2:1 nach Verlängerung das Nachsehen gegeben - Stadtlohn siegte 3:0 in Oeding. Im Achtelfinale kann es zum erneuten Aufeinandertreffen mit der TSG Dülmen kommen - dem Finale der beiden vergangenen Wettbewerbe. Dülmen hatte sich am Dienstagabend den SF Ammeloe vorzustellen.

Rückblick 1. Runde

Nach der Pause geht der Faden verloren
Einen bis zur Pause völlig entspannten Abend verlebten die Anhänger des SuS Stadtlohn in der Auftaktrunde des Kreispokals  beim Kreisligisten FC Oeding. Vom Anstoß weg drückte der Westfalenligist auf das Tempo und zwang den Gastgeber in die eigene Hälfte. Nachdem Nico Klein-Günnewick noch gescheitert war, führte Neuzugang Claus Heinze die frühe Führung herbei (15.). In der Folge überbot sich der Titelverteidiger im Auslassen hochkarätiger Torchancen. Markus Krüchting lieferte sich zunächst noch glücklos ein Privatduell mit Torhüter Chris Harmeling, Andreas Herking visierte sehenswert die Latte an. Mario Beeke gelang es dann doch noch vor der Pause, einen Lupfer von Krüchting zum 0:2 über die Linie zu drücken (40.). Ein eigentlich beruhigender Vorsprung. Doch als sich die SuS-Offensive direkt nach dem Seitenwechsel zu unentschlossen zeigte, kippte die Partie - der Spielfluss ging gänzlich verloren. Die Defensive ließ sich von der Unordnung nun anstecken - gleich zwei absolut vermeidbare Strafstöße waren die Folge. Beide konnte Torsteher Niklas Lukas gegen Gegenüber Harmeling und Stefan Lawrence parieren - auch nicht alltäglich. Auch Alexander Schimpke wurde zum Abschluss eingeladen - er verzog für die überraschend laufstarken Hausherren ebenso vor Lukas. Gegen Ende zog der SuS wieder an. Erst scheiterte Krüchting noch am Pfosten, fast mit dem Schlusspfiff war er dann zum 0:3-Endstand erfolgreich (89.). In Runde zwei geht es am Mittwoch, 24. August, um 19 Uhr zu Brukteria Rorup.

Ausblick 1. Runde

Lange mussten die Vereinsvertreter auf den erhofften „Kracher" in der ersten Runde des Krombacher-Pokals 2011/2012 warten: Im Spiel 22 bescherte „Glücksfee" Herbert Pöpping (SW Holtwick) dem 1. FC Oldenburg dann das Duell mit dem großen Nachbarn Eintracht Ahaus.

Erstmals seit einigen Jahren konnte Pokalspielleiter Klaus Pechacek vermelden, dass sämtliche Vereine für den Kreispokal gemeldet hatten. 51 Mannschaften aus dem Fußballkreis Ahaus/Coesfeld werden somit um die Nachfolge des Siegers des diesjährigen Endspiels zwischen der TSG Dülmen und dem SuS Stadtlohn (Donnerstag, 2. Juni, 15 Uhr, Sportzentrum Süd Coesfeld) ringen. Mit höherklassigen Teams aus der Bezirksliga bekommen es aus dem hiesigen Teilkreis Ahaus die Kreisligisten Union Wessum (gegen Brukteria Rorup), RW Nienborg (gegen Fortuna Gronau), der FC Ottenstein (gegen VfL Billerbeck) und die SF Graes (gegen Adler Buldern). Selbstverständlich müssen zuvor noch sämtliche Auf- und Abstiegsfragen geklärt werden. Gleich einen Dreiklassenunterschied gibt es beim Duell FC Oeding gegen den SuS Stadtlohn, der Landesligist SpVgg Vreden darf sich bei SW Holtwick, dem Gastgeber der zehnten Auslosung am Montagabend vorstellen. Stadtlohns Finalgegner Dülmen hat sich mit dem ASC Schöppingen auseinanderzusetzen. Zum Dauerbrenner zwischen Dülmen und Stadtlohn könnte es in dieser Spielzeit bereits wieder in der dritten Spielrunde kommen. Beide Vertreter sind für die erste Hauptrunde im DFB-Pokal auf Vereinsebene am 17. August qualifiziert. Pechacek konnte erneut einige Sonderprämien ausloben. Über je 100 Euro für die Jugendkasse und 100 Liter Freibier konnten sich die TSG Dülmen und der SuS Stadtlohn freuen, 50 Euro plus 50 Liter Bier gehen an die Halbfinalisten SC Südlohn und Westfalia Osterwick. Je 30 Liter Freibier wurden an Union Wessum, Westfalia Osterwick, SpVgg Vreden und SuS Stadtlohn für die meistgeschossenen Treffer in den Runden zwei bis vier verteilt. Ein Satz Trainingsleibchen wurden an VfB Alstätte, SC Ahle, SW Holtwick, SV Eggerode, FSV Gescher, Eintracht Ahaus, Brukteria Rorup und SuS Stadtlohn verlost, je über einen Ball dürfen sich der TuS Wüllen, Borussia Darup, FSV Gescher, SpVgg Vreden, GW Nottuln, TG Almsick, SuS Stadtlohn, Turo Darfeld, Fortuna Gronau und DJK Coesfeld freuen. Anstatt einer Besichtigung der Krombacher-Brauerei, dem Hauptsponsor des Wettbewerbs, nehmen die Vereine Brukteria Rorup, SW Holtwick und SpVgg Vreden erstmals an einem Krombacher-Abend auf der Hermannshöhe in Legden teil (22. Oktober). Als Spieltermine sind der 7. August (1. Runde), 14. August (2. Runde), 21. September (Achtelfinale), 29. Februar 2011 (Viertelfinale), 21. März (Halbfinale) und 17. Mai (Finale) vorgesehen.

Die Erstrundenbegegnung zwischen dem FC Oeding und dem SuS Stadtlohn wird verlegt werden müssen, da der Westfalenligist aus Stadtlohn bereits in den den vorrangigen Meisterschaftsbetrieb eingreift. Das Spiel findet am Mittwoch, 10. August, um 19 Uhr statt. Angerechnet werden kann diese Partie auf die Sperre von Oliver Temelkov, die sich der Neuzugang zum Meisterschaftsauftakt in Theesen eingehandelt hat - ebenso wie das Westfalenpokalspiel acht Tage darauf. Im Falle einer vierwöchtigen Sperre fehlte der Stürmer folglich allein in zwei Punktespielen.


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